ORPHEUS

oder die Sehnsucht

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Orpheus, der auf der Leier unserer Sehnsucht spielt, steht direkt neben jenes Gottes Platz, der heimlich schon mit Pfeil und Bogen nach dem versteckten Herzen zielt. Der Mensch erhält mitunter oft, zum Glück oder zum Unglück, was er hofft. Die Sehnsucht aber ist sein wahrer Schatz.

Die Geschichte ist klassisch und allgemein bekannt.

Orpheus verliert seine geliebte Eurydike durch den Biss einer giftigen Schlange. Nun, gegen solch einen Schicksalsschlag sind wir Menschen normalerweise ja völlig machtlos.
In Orpheus Fall stimmt das nicht ganz. Er besitzt nicht nur eine Stimme, die Steine erweichen kann, sondern hat auch, ich glaube vom Gott Apollon, die erste Leier als Geschenk erhalten. Dieses Instrument und seine Stimme üben einen solchen Zauber auf Gott, Mensch und Tier aus, dass ihnen niemand zu widerstehen vermag. Sie rühren nämlich an der tiefsten persönlichen Sehnsucht eines jeden Lebewesens.

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Hier sehen Sie Orpheus´ Leier im Licht der Unterwelt. Wenn Sie auf den Kippschalter auf der Rückseite des Bildes drücken, können Sie sogleich die neue schon digitalisierte und verbesserte Ausgabe seiner besten und ergreifendsten Gesänge hören.

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Ist es Orpheus, ist´s Apoll? Er sitzt hier, singt, so wie er soll, von Leben, Untergang und Liebe und von der Menschen seltsam Triebe. Was schenkt ihm denn hier Schönheit und Gesang? Der Seele Sehnsucht ist´s, die sich ums Unsterbliche rankt.

Also wagt sich Orpheus an die scheinbar unmögliche Aufgabe heran, Eurydike mit Hilfe seiner Gaben aus der Unterwelt des Todes zu befreien.
Zwar gelingt es ihm tatsächlich, Hades und seine Frau Persephone durch seinen wunderbaren Gesang so zu verzaubern, dass sie ihm die Rückkehr mit Eurydike gestatten wollen. Doch ist daran eine wesentliche Bedingung geknüpft. Er muss beim Verlassen der Unterwelt voranschreiten und darf sich auf dem ganzen Rückweg nicht zu seiner Geliebten umdrehen, sonst entschwindet sie für immer.
Natürlich geschieht, was sich in einer klassischen griechischen Tragödie eben so zuträgt.
Orpheus hört die Schritte Eurydikes nicht, als er Schritt für Schritt zurück in die Menschenwelt schreitet. Zweifel und Trauer überkommen ihn. Eine große Sehnsucht, Eurydike kurz einmal zu sehen, sich ihrer Gegenwart zu vergewissern, steigt in ihm auf. Schließlich kann Orpheus seiner Sehnsucht, Eurydike zu erblicken, nicht mehr standhalten, er dreht sich um und alles ist verloren.
Eurydike entschwindet ins Reich der Schatten. Orpheus bleibt einsam und sehnsüchtig allein auf Erden zurück.

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Er sucht Eurydike noch lange, durchstreift mit bangem Blick die Welt. Die zu jener Zeit ja eine Scheibe ist. Doch so sehr er sucht, so sehr er sie vermisst, sie bleibt ihm weiterhin verborgen so lang er Kummer pflegt und Sorgen, so lang er trauernd nur ihr Bild in seinem Kopf behält.

 

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Diese Leier oder Lyra läuft seit Orpheus´ Tod nur noch alleine durch die Welt. Sie hat noch niemals ihre Lieder eingestellt, noch hat ihr Ton uns je verlassen. Wir hören sie im Feuerprasseln, im Wind, der durch die Wüste treibt, im Nebel, der aus Bächen steigt, im Duft der Blumen, die der Frühling aus der Erde treibt. Doch wo nur findet sich in uns das Herz, das sich ganz tief und voll über der Sehnsucht Abgrund neigt?

Was hat diese Geschichte nun wieder mit unserer Auffassung von Essenzieller Körpertherapie zu tun?

Die Geschichte von Orpheus spricht den Kern unserer Sehnsüchte an. Deshalb bewegt sie uns, wenn wir sie in uns einlassen, erzeugt innere Erschütterung, Mitgefühl, heilsames Nichtwissen.

All dies sind Elemente spiritueller Transformation.

Mir fallen hier zunächst fünf ganz unterschiedlichen Arten von Sehnsucht ein, die uns antreiben können:

  • Sehnsucht nach dem Unerreichbaren, oder der Illusion.
  • Sehnsucht nach dem Vollkommenen, oder dem Paradies.
  • Sehnsucht nach dem Schatten, oder der Vergangenheit.
  • Sehnsucht nach uns selbst, oder der Vervollkommnung.
  • Sehnsucht nach dem Absoluten, oder der Erfüllung.

 

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Was wird aus diesem Hut jetzt steigen? Wir hoffen schon auf Allerlei. Doch ganz am Schluss, wenn sich die wahren Dinge zeigen, ist unser Traum doch nicht dabei. Diesem Hut entstammt aber jedenfalls der Hase, dem Sie, fast in der Mitte dieser unglaublich vielseitigen Website unter dem Menüpunkt Fliegen, auf Sigmund Freuds Couch wiederbegegnen werden.

Die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren oder der Illusion hat den Vorteil, dass sie uns immer erhalten bleiben kann, ohne dass wir ihren Inhalt jemals in eine reale Form zu gießen brauchen. Das Objekt der Begierde, der Unerreichbare Mann, die Unerreichbare Frau, das Unerreichbare Ziel im Leben können Wasser auf die Mühle unseres inneren Antriebs fließen lassen, ohne dass wir in Gefahr kommen, uns dem Leben in Erfüllung widmen zu müssen. Dieses könnte uns Angst machen und die Möglichkeit des Scheiterns beinhalten.
Die Unerreichbarkeit unserer Sehnsucht bewahrt uns erfolgreich vor der möglichen Desillusionierung. Sie lässt uns stattdessen weiterhin im schönen Traum der Illusion schwelgen.
Natürlich ist die unerreichbare Sehnsucht auch frustrierend und zuweilen der Anlass, dass Menschen in Therapie kommen.

 

Steig auf, steig auf, das Pferd im Bilde, führt dich in paradiesische Gefilde. Du musst es nur beim Namen nennen, dann lass es in den Himmel rennen. Es heißt, und das ist streng geheim, im übrigen Fallausfallein.

Steig auf, steig auf, das Pferd im Bilde trägt Dich in paradiesische Gefilde. Du musst es nur beim Namen nennen, dann lass es in den Himmel rennen. Es heißt, und das ist streng geheim, im übrigen Fallausfallein.

Die Sehnsucht nach dem Vollkommenen, oder dem Paradies, lässt sich wahrscheinlich auch auf unseren ozeanischen Glücksgefühle beim ungestörten Dasein im Mutterleib zurückführen. Sie hilft uns bisweilen, indem sie uns über vorgefasste Grenzen hinaustreibt, und die Unzufriedenheit, das Streben, den faustischen Menschen in uns, am Leben und auf der Suche hält. Sie ist somit sicherlich ein unbewusster Antrieb für gesellschaftliche und mitunter auch technische Entwicklungen.
Das Paradies als Gegenstand der Sehnsucht aber besitzt den Charakter einer vor dem Ankommenden zurückweichenden Fata Morgana.
Die Sehnsucht nach dem Paradies kommt nie ganz in ihm an.
Ekstatische und paradiesische Gefühle sind für uns durchaus real erreichbare Zustände. Sie finden sich außer in Liebesbeziehungen am ehesten während spiritueller, schamanischer oder tief in die Kraft der Natur eintauchender Beschäftigungen.
Das Erreichen paradiesischer Zustände hat sich aber in uns Menschen von der Sehnsucht nach dem Paradies soweit abgekoppelt, dass uns diese Art der Sehnsucht eher weg vom Ekstatischen und in ganz andere Richtungen unseres Daseins führt.

 

Zwar hat sich hier befreit der Löwe, doch schwarz in Schatten steht er hier. Er würde Dir den Weg ja zeigen, wär er nicht Schatten nur, das Tier.

Zwar hat sich hier befreit ein Löwe, doch schwarz als Schatten steht er hier. Er würde Dir den Weg ja zeigen, wär er nicht Schatten nur, das Tier.

Die Sehnsucht nach dem Schatten, oder der Vergangenheit. Geprägt durch den Satz „früher war alles besser“ oder auch durch schmerzlichen Verlust, durch das Hereinbrechen endgültiger Realitäten in unser Leben sind wir versucht, dem nachzujagen, was wir verloren haben. Dies ist ja auch bei Orpheus sichtbar. Er kann den plötzlichen Verlust der Geliebten nicht überwinden und steigt sogar ins Reich des Todes hinab um sie wieder zu finden. Er hat Erfolg durch seine übermenschlichen oder besonders menschlichen Gaben.
Doch nun kommt der entscheidende Punkt: Um Eurydike zurück zu erlangen, muss er nach vorne blicken und schreiten.
Wenn er sich weiter an die erinnerte Vergangenheit hält, verliert er die Zukunft.
Wenn er aus Angst um den Erfolg oder aus Misstrauen dem gerade stattfindenden Prozess der Befreiung gegenüber nicht bei seiner Klarheit bleibt, ebenso.
Der Schatten der Vergangenheit hilft ihm nun nicht mehr weiter. Er müsste sich, ebenso wie unser Klient in seinem Prozess, am Licht der Gegenwart orientieren, um seine Zukunft zu gewinnen.

Bist Du erst auf dem Seil mal droben, ist alles eine Kleinigkeit. Selbst falls es doch noch regnen sollte, ist Hilfe jetzt für Dich nicht weit.

Bist Du erst auf dem Seil mal droben, ist alles eine Kleinigkeit. Selbst falls es doch noch regnen sollte, ist Hilfe jetzt für Dich nicht weit.

 

Die Sehnsucht nach uns selbst, oder der Vervollkommnung.
Es ist die klassische therapeutische Sehnsucht, die Sehnsucht des Selbsterfahrers. Sobald der Mensch erkennt, dass die Außenwelt und ihre Reaktionen, – zumindest was unsere Beziehungs- und Glücksfähigkeit betrifft- , zu einem Großteil Spiegel unserer inneren Gegebenheiten und Überzeugungen sind, beginnt seine Suche nach dem wahren Selbst. Nach derjenigen Instanz in uns selbst, die auf verfeinerte und bedeutsame Weise mit dem Leben umzugehen vermag. Sie zu finden, ihre Schätze zu heben und dann auch zu pflegen, ist eine Sache von Mut und Bereitschaft und manchmal längerer auch durchaus mühevoller Kleinarbeit. Ein Weg der zehntausend Schritte, die zwar jeder für sich schon Bedeutung haben und Erleichterung bringen, doch erst in ihrer Gesamtheit ein neues Bild der eigenen Persönlichkeit ergeben.
Es bedarf einer Veränderung alter Gewohnheiten und Glaubenssätze, einer Hinwendung an stimmige Werte und der Entwicklung von sogenannten Metawerten im eigenen Dasein. Metawerte werden zum Beispiel durch Begriffe wie Humor, Durchlässigkeit, Souveränität, Gelassenheit oder innere Zentriertheit beschrieben. Sie beziehen sich nicht direkt auf unser inneres Wertesystem, sondern auf die Art und Weise, wie wir mit uns selbst, unseren Werten und unserer Umgebung umgehen.
Durch erfolgreiche körperzentrierte Therapie oder Selbsterfahrung wird zudem eine Einheit zwischen unseren vegetativen, emotionalen und kognitiven Bereichen hergestellt, die uns gleichzeitig gesünder, vitaler und lebensfroher macht.
Insofern kann uns die Sehnsucht nach Vervollkommnung durchaus beim Finden des eigenen Glücks auf die Sprünge helfen.
Die Sehnsucht nach uns selbst hält nämlich im Gegensatz zu den Sehnsüchten nach dem Unerreichbaren, nach dem Paradies oder nach der Vergangenheit die Möglichkeit ihrer Erfüllung für uns bereit.
Essenzielle Körpertherapie ergänzt die Wirksamkeit körperzentrierter Therapie noch um eine weitere Dimension der Selbsterfahrung, die Ihnen Ihre ursprünglichsten Stärken, die sogenannten essenziellen Qualitäten, wieder zugänglich macht. Dann mag Ihnen fast alles, was Sie als tiefe Sehnsucht hegten, plötzlich als reale Möglichkeit erscheinen.
Sobald Sie also die tänzerische Durchlässigkeit des Elefanten auf dem obigen Bild erreicht haben, ist es nur noch wichtig, den roten Regenschirm für den Fall des Falles immer gut im Auge zu behalten.

 

Die Leiter führt Dich himmelwärts. Die Stufen sind aus blassen Perlen, der Atem Deiner Seele schmerzt, Du kletterst Ewigkeiten zu. D

Die Leiter führt Dich himmelwärts. Die Stufen sind aus Perlmutt, der Atem Deiner Seele schmerzt, Du kletterst Ewigkeiten zu. Du steigst und steigst ganz schön beherzt, treibt Dich ein Hauch der Himmelsglut. Im Schreiten selbst findest Du Ruh.

Die Sehnsucht nach dem Absoluten, oder der Erfüllung.
Sie haben sich wirklich etwas ganz Steiles vorgenommen. Ihre Sehnsucht führt Sie über die Bereiche von Therapie, Selbsterfahrung, Glücksgewinn in Ihrem alltäglichen Leben noch hinaus.
Sie verlangt jetzt tatsächlich von Ihnen, diese unmöglich hohe Leiter zu ersteigen, die offenbar noch dazu direkt himmelwärts zeigt. Ihre Sehnsucht ist jetzt im Bereich des Transzendenten, Überpersönlichen und Spirituellen angelangt. Der Ruf, den Sie hier vernehmen können, rührt an Ihre eigene kosmische Bestimmung, fordert Sie in einem fort auf, sich Ihrer selbst noch auf ganz andere Weise bewusst zu werden, als es Ihnen bisher möglich schien.
Natürlich ist es ein altes und ehrwürdiges Unterfangen.
Sie gehen den Weg der Mystiker, der Heiligen, der Heiler und Schamanen aller Zeiten.
Sie gehen den Weg, der Sie ins Unendliche führt.
Nicht im Außen, sondern er zeigt Ihnen die Unendlichkeit in Ihrem tiefsten Inneren auf.
Die Sehnsucht nach dem Absoluten, oder der Erfüllung Ihrer wahren Bestimmung als spirituelles Wesen, kann nicht durch begrenzte Ziele oder Wahrheiten gestillt werden. Sie weist über alle Grenzen hinaus ins Unbegrenzte und Weite. In die Stille. In den Ozean der Ekstase. In die Wiege der Freiheit. In jenen Raum der Erkenntnis, der Sie, trunken vor tiefer Einheit mit der Ganzheit von Welt, Sein und Essenz, auf Ihr eigenes leeres Spiegelbild in der Welt zurückwirft.
Wir freuen uns, falls Sie sich dazu entschließen sollten, ein Stück dieses Weges mit uns, unserer Essenziellen Körpertherapie oder auch den weiterführenden Angeboten unserer spirituellen,  schamanischen und magischen Schule zu gehen.
Sie finden übrigens weitere Hinweise, die Ihnen bei der Erfüllung der auf das Transzendente, – auf das jenseits unserer normalen Erfahrungswelt Liegende -, gerichteten Sehnsucht helfen können, zusätzlich zu den Informationen auf unserer Essenziellen Körpertherapie Seite auch unter www.nagual-schamanismus.at.

 

Natürlich trägt die Orpheus-Geschichte außer der Begegnung mit unseren Sehnsüchten noch viele andere archetypische Elemente in sich.

Der Tod und unsere Begegnung mit seiner Realität sind eine tragende Säule der Geschichte. Genau so wie die Realität des Todes auch unserem Leben einen scharf umrissenen existenziellen Umriss verleiht.
Der Mensch, mit Endlichkeit, Trauer und Tod konfrontiert, kann die Eigenart seiner seelischen Existenz nur im Angesicht der Begrenzung seiner körperlichen Existenz zu verstehen beginnen.

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Wie heißt es so schaurig schön im mittelalterlichen Lied? Der grimmig Tod mit seinem Pfeil tut nach dem Leben zielen. Dieser hier scheint allerdings eher zur Sensenabteilung zu gehören. Wie auch immer, der Tod verdient jedenfalls sicher unseren Respekt.

Und dann ist da natürlich noch das eine ewige Thema von der Liebe, die über den Tod hinausgeht, und von Verrat an sich selbst aufgrund der eigentlich normalen menschlichen Furcht vor dem Unbegrenzten und Unerfassbaren.

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Vor diesem Gott müssen wir uns ohnehin immer fürchten, so wir denn in unserem Innersten zur Furcht neigen. Er kann unser Leben ganz allgemein und im Besonderen wirklich schrecklich durcheinander wirbeln. Ja, ja….Doch hier sinnt er noch, was wohl zu tun wäre da draußen….

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Kaum hat er´s Sinnen eingestellt, durchschreitet kühn er schon die Welt. Und unsre Sinne melden dann….es kündigt sich ein Sturm bald an,…..ja, ja..es ist, wir wissen es, die Liebe wilder als der Rest des Lebens, den wir kennen. Kaum trifft sie uns, könnten wir rennen, –  bis ans Ende dieser Welt. Wär da nicht etwas, das uns hält, und ganz im Gegenteil zugleich die Lust aufs Unbekannte speist. So dass nur der Verstand verreist.

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Hier schreitet dieser Gott zur Tat. Worum niemand gebeten hat. Doch trifft es uns, so wollen wir, dass auch die Andere sich verlier´ in dieses Gottes feinen Netzen. Denn atemlos vor Lieb´und Gier vermögen wir des Tags und auch des Nachts uns selbst nicht mehr zur Ruh zu setzen. Bevor wir nicht Gewissheit hier in unser seltsam Treiben bringen, scheint uns der Lauf der Welt in einem fort mit Allem einfach nur noch zu verletzen. Dann endlich liegt es klar vor Dir. Jetzt könntest Du mit einem Mal sogleich den höchsten Berg versetzen. So ganz voll Glaub und Hoffnung scheint das Leben Dir. Ganz frei von Zweifel können wir das Glück nur um so höher schätzen. Des Schicksals feurig wilden Stier vermeinen wir im Siegeslauf schon jubelnd vor uns her zu hetzen. Dies hält solang bis es sich wandelt. Du kannst das Glück leicht halten läßt Du es zugleich gehn. Wir aber sehn es unter anderem Zeichen stehen: Für uns klingt´s meistens wie: gewinn oder verlier!

Es ist aber auch die Geschichte von Schönheit und Magie, die in Orpheus Gesang und Leier erwacht und unsere ganze Welt für immer in ein strahlendes Licht von Unvergänglichkeit und göttlicher Sehnsucht taucht.

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Das Licht und die Unendlichkeit sind Teil unserer wahren Natur. Wir sehen im Bild hier nur was wir selber sind. Unsere wahre Natur, unzerstörbar, unversehrt, ist umgekehrt auch Teil des Lichts der Unendlichkeit. Die Unendlichkeit wieder ist auch unser Sehnsucht Kind.

Und so kommen wir zur sechsten Art der Sehnsucht, die uns antreiben kann. Diese ist:

  • Die Sehnsucht des Absoluten in uns nach uns selbst, oder der Ganzheit.

Der wahre Kern von Orpheus und seiner Geschichte ist schließlich die Sehnsucht, die von der Essenz des Menschen ausgeht, also das Verlangen des innersten Selbsts in uns allen.
Dies ist genau jene Person, welche die Wahrheit der Unvergänglichkeit und die Wahrheit der Vergänglichkeit in derselben Flasche verpackt sieht.
Es ist zugleich auch jener wesentlichste Teil von uns, der niemals seinen ursprünglichen geistigen Platz im Zentrum der Schöpfung, im Zentrum ihrer ungebrochenen Harmonie, aufgibt.
Die Sehnsucht jenes absoluten Anteils in uns gilt der Vereinigung mit uns zu einer vollständigen Ganzheit.
Diese sechste Sehnsucht ist somit das Spiegelbild der fünften.
So wie Eurydike, die Quellnymphe,  vielleicht nur das Spiegelbild von Orpheus´eigenem absolutem Selbst im klaren See der alle Grenzen sprengenden Liebe war.

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All diese Geschichten von Liebe und Tod. Wer soll denn das alles auf einmal verkraften? Ich glaube es ist jetzt ganz dringend an der Zeit für meinen kurzen gemütlichen Winterschlaf. Es hat mich wirklich gefreut, genau Sie hier kennen zu lernen. Weiterhin noch viel Spaß beim Website-Beschnüffeln. Wir sehen einander dann gleich im nächsten Frühjahr wieder!