FLIEGEN

1. Fliegen/2. Spezialeffekte

Für diese beiden Themen brauchen Sie schon etwas Standfestigkeit als Leser. Immerhin fliegen Sie hier durch mindestens zwei Jahrhunderte und jede Menge körpertherapeutischer Ideen.

Trotzdem, wenn Sie sich einen Überblick über die Entstehung der Essenziellen Körpertherapie verschaffen wollen, zahlt es sich wahrscheinlich aus, jetzt ausnahmsweise einmal sehr sehr hartnäckig zu sein… 

1. Fliegen:

Zur Geschichte des Fliegens mit und ohne Ballon

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Es gibt zwar noch viele andere Arten zu fliegen, die meisten kommen aber aus Zeit- oder Kostengründen oder aufgrund der vielen umherschweifenden Fledermäuse für Viele von uns eher doch nicht in Frage. Deshalb schlagen wir Ihnen hier als Fluggerät wieder einmal unseren patentierten und allzeit für Sie bereiten Essenzielle-Körpertherapie-Spezial-Ballon vor.


1.1 Grounding:

Die Wurzeln der Essenziellen Körpertherapie

Wenn Sie hier klicken können Sie gleich eins der Geheimnisse der Psychoanalyse entdecken.
(Wir ersuchen Sie allerdings, danach selbständig für Ihre Rückkehr auf diese Seite zu sorgen, falls wir hier noch weiter miteinander zu tun haben sollen).

Ja, genau, das wollten wir damit sagen: Die Entstehung der Psychoanalyse ist schon eine geraume Zeit her.

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Rechts oben im Bild Sigmund Freud, auf der liberianischen Briefmarke. Diese stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1973. Freud hingegen wurde 1856 geboren und verstarb 1939.

 

Allerdings haben wir hier für Sie ein Spezialradio ausgegraben, mit dessen Hilfe Sie jederzeit sämtliche Originalgeräusche des beginnenden neunzehnten Jahrhunderts wieder empfangen können. Sie wissen schon: Einfach die mittlere Taste des Gerätes drücken. Dann….

Allerdings haben wir hier für Sie ein Spezialradio ausgegraben, mit dessen Hilfe Sie jederzeit sämtliche Originalgeräusche des späten achtzehnten und beginnenden neunzehnten Jahrhunderts wieder empfangen können. Sie wissen schon: Einfach die mittlere Taste des Gerätes drücken. Dann kurz warten….ES kommt. Naja, vielleicht. Beim letzten Versuch durch unser spezialisiertes Technikteam hat ES jedenfalls noch hervorragend geklappt.

Sigmund Freud verdanken wir die Entdeckung des dynamischen Unbewussten. Das Unbewusste ist nach Freud in dynamische Prozesse eingebunden, in denen Inhalte zwischen dem Bewussten und Unbewussten verschoben werden können.

Jedenfalls sehen Sie hier, wie der psychoanalysierte Hase läuft oder tickt oder was auch immer ein Hase auf dieser Couch anstellt.

Alles soll also nur darauf zurückzuführen sein, dass ihn jemand aus dem Hut gezogen hat. Faule Ausrede, wenn Sie mich fragen. Das könnte ja nun wirklich nahezu jeder Hase von sich behaupten.

Zu Freuds Zeiten schienen das vor allem unbewusste sexuelle Phantasien und Wünsche zu sein.
Weiters fand Freud heraus, dass seine Patienten der Aufdeckung unbewusster Inhalte gegenüber nicht direkt aufgeschlossen waren. Sie wehrten sich vielmehr gegen die Analyse der unbewussten Prozesse, die ihnen ja eigentlich zur Heilung verhelfen sollte. Freud bezeichnete dieses Phänomen als Widerstand.
Er bemerkte auch, dass der Patient seine ursprüngliche Familiensituation inklusive all ihrer unaufgelösten Konflikte scheinbar unbewusst wieder auf den Behandelnden und die Behandlungssituation übertrug. Dies bezeichnete er als Übertragung.
Die Arbeit mit der vom Behandelnden noch zusätzlich verstärkten Übertragung, der sogenannten Übertragungsneurose, wurde später für Freud und die Psychoanalyse zum wesentlichsten Element der Behandlung.

Soviel zu Freud. Die Körpertherapie nach Wilhelm Reich hatte ihren Ursprung in Freuds Psychoanalyse. Begriffe wie das dynamische Unbewusste, Widerstand und Übertragung gehören auch zu ihrem Grundvokabular. Allerdings werden diese Begriffe teilweise sehr körperbezogen interpretiert und in einem gänzlich anderen Kontext der Begegnung von Klient und Therapeut angewandt. Zudem kommt der Übertragungsneurose in den meisten Körpertherapien bei weitem nicht dieselbe Bedeutung als Hauptfaktor des therapeutischen Prozesses zu wie in der Psychoanalyse.
Die Körpertherapien haben nämlich eine weite Palette anders gearteter therapeutischer Mittel entwickelt, mit deren Hilfe sie die Begegnung mit dem Klienten als wirkungsvolles Feld für dessen Heilung und Selbstentwicklung gestalten können.

Wilhelm Reich, ein Meisterschüler Sigmund Freuds, entwickelte noch als Leiter des Wiener Seminars für Psychoanalyse die charakteranalytische Technik.
Diese sah den Widerstand des Patienten als ein wiederkehrendes, in seiner Struktur verankertes Muster an.
Wilhelm Reich betrachtete die von Freud als intellektuelles Konzept verstandene Libido als reales energetisches Phänomen, als Lebenskraft, die durch den Körper strömt.
Die Panzerung eines Menschen ist nach Reich sein verfestigter Widerstand.
Reich suchte diesen vor allem durch eine Kombination von Atemtechniken und Arbeit an den verhärteten Muskeln des Patienten zu lösen.
Reichs wesentlichste Entdeckung war, dass den psychischen Prozessen, die Freud beschrieb, körperliche Entsprechungen zukamen. Ein bestimmter psychischer Widerstand war zugleich eine Muskelverhärtung, eine Verkrümmung der Haltung, ein nicht von der Libido durchflossener Abschnitt im Gewebe.
Die Körpertherapie war geboren.

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Die Verspannungen unseres Alltagslebens lassen sich häufig, wenn auch nicht in jedem Aspekt…

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…auf die Erfahrungen emotionaler oder vegetativer Einschränkungen in unserer Kindheit zurückführen. Dies beginnt oft schon im Mutterleib.

Durch Reichs Flucht vor den Nazis, zuerst nach Skandinavien, dann in die USA, verbreiteten sich die jeweiligen Stadien, in denen sich Reichs Forschung und Therapie gerade befand, in mehreren Ländern und auf zwei Kontinenten.
Überall, wo Reichs Werk Schüler und Interessierte fand, entstanden eigenständige Körpertherapieschulen, die Reichs Arbeit ihrerseits wieder weiterführten und auch weiterentwickelten.
Das erklärt die große Zahl unterschiedlicher körpertherapeutischer Ansätze.
Die Gemeinsamkeit der Körpertherapien liegt im Verständnis einer grundlegenden funktionalen Identität zwischen körperlichen und seelischen Prozessen.

 

Wilhelm Reich sah im Lauf seiner Forschung zunehmend die kosmische Lebenskraft oder Orgonenergie, als

Wilhelm Reich sah im Lauf seiner Forschung zunehmend die kosmische Lebenskraft oder Orgonenergie als Ursprung der in unserem Körper strömenden Libidoenergie an. Reichs Bestreben war zeit seines Lebens die Wiederherstellung eines ganzheitlich lebendigen Daseins des Menschen. Sein besonderes Augenmerk galt der heilsamen Funktion gesunder Sexualität und speziell des von gemeinsamen Liebesgefühlen getragenen Orgasmus als primärem Mittel zur energetischen Selbstregulation, – und damit auch zur Erhaltung der physischen und psychischen Gesundheit.

Die meisten der heutigen Körpertherapieansätzen gehen auf das Wirken Wilhelm Reichs zurück. Ausnahmen sind beispielsweise Sensory Awareness nach Charlotte Selver, einer Schülerin von Elsa Gindler, oder die Leibtherapie von Karlfried Graf Dürckheim.
Diese beiden körperorientierten Ansätze sind hier für uns auch insofern interessant, als sich bei ihnen jeweils auch ein spezieller Bezug zu unserer Essenziellen Körpertherapie herstellen lässt.

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Hier sehen Sie nicht etwa Gerda Boyesen in jungen Jahren, sondern Sie erblicken gerade mit Hilfe der Spiegelung des springenden Körpers im Wasser ein gewisses Sinnbild für die energetische Verwirrung der eigentlichen Kernpersönlichkeit im Menschen. Deren liebevolle und selbstbehauptende primäre Impulse werden nämlich durch verschiedene Schichten der Körperpanzerung verändert und manchmal sogar  in ihr Gegenteil verzerrt. Gerda Boyesens Ansatz war vor allem auch eine tiefe Einladung an den ursprünglichen Kern der Person, wieder den liebevollen und lustvollen Kontakt mit der Außenwelt zu wagen.

Gerda Boyesen war über Ola Raknes, einen Schüler Reichs, mit dessen Therapiemethode in Kontakt gekommen. Einen anderen wesentlichen Einfluss übte die Physiotherapeutin Aadel Bülow-Hansen auf sie aus, welche die Bedeutung der Atmung für die Entspannung des Körpers erkannte und in Zusammenarbeit mit dem norwegischen Psychiater Trygve Braatøy,  eine erfolgreiche Neurosentherapie entwickelt hatte bei der sie vor allem mit Hilfe spezieller haltungsverändernder Massagetechniken arbeitete.
Gerda Boyesen schuf aus diesen und anderen körpertherapeutischen Anregungen den biodynamischen Ansatz innerhalb der Körpertherapie.
Sie erweiterte darin Wilhelm Reichs Ansatz, der sich vor allem mit der Auflösung muskulärer Spannungen befasste, um die Theorie und Praxis der Arbeit mit den Spannungen der Eingeweide.
Sie hatte unter anderem entdeckt, dass ihre biodynamischen Massagen umso besser wirkten, je stärker sich ganz charakteristische Geräusche an den Dünndarmwänden dabei vernehmen ließen.
Dies führte sie auf einen Mechanismus energetischer oder elektrischer Entladung an den Dünndarmwänden zurück.
Durch die sogenannte Psychoperistaltik, einen Vorgang spontan auftretender, mit dem vegetativen Nervensystem verbundener Selbstregulation im Dünndarm, ließ sich weiters feststellen, welche Gewebeschichten des Körpers reife Ladungen enthielten, die sich in einem fortwährenden Prozess der Befreiung entladen konnten und dabei zugleich die verkörperten seelischen Spannungen einer Person zur Auflösung brachten.
Es ging nun jeweils darum, die reifen Schichten des Prozesses aufzufinden und zu behandeln. Dies entsprach auf seelischer Ebene den Bereichen des Unbewussten, die bereits reif für ein Bewußtmachen im Sinn einer analytischen Aufdeckung waren.
Beim Bearbeiten unreifer Schichten bestand die Gefahr, dass der Klient psychischen Inhalten und Energien seines Unbewussten ausgesetzt würde, die er noch nicht zu integrieren imstande wäre. Das könnte dann zur Bildung einer sogenannten sekundären  Panzerung führen, indem sich die mit nicht aufgelösten seelischen Dynamiken verbundenen Spannungen im Körper auf tiefere Schichten zurückziehen würden. Der Klient wehrte dann mit neu entwickelten Panzerungen das Eindringen der von ihm noch nicht gut zu verarbeitenden unbewussten Inhalten ins Bewusste ab.
Durch den Einsatz eines Stethoskops, mit dem die Reife der jeweils in der Körperarbeit behandelten Schichten in Bezug auf ihre Bereitschaft zur Entladung genau mitverfolgt werden konnte, war es möglich, millimeterweise der psychodynamischen Aktivität des autonomen Nervensystems zu folgen.

Hier also das Stethoskop. Ohne Anwender kann es gar nichts. Wenn Sie es jedoch auf Ihren eigenen Bauch unterhalb der Höhe des Nabels legen und Ihre Psychoperistaltik abhören, wirkt es als Biofeedbackgerät. Bei der psychodynamischen Massage wird es zum Detektor innerer psychischer Spannung und Entladung, die sich

Hier also das Stethoskop. Ohne Anwender kann es gar nichts. Wenn Sie es jedoch auf Ihren eigenen Bauch unterhalb der Höhe des Nabels legen und Ihre Psychoperistaltik abhören, wirkt es als Biofeedbackgerät. Bei der biodynamischen Massage wird es zum Detektor innerer psychischer Spannung, die sich im Gewebe verkörpert hat, und deren heilsamer Entladung über die Psychoperistaltik. Dann wird es möglich, die zur Bearbeitung reifen Schichten des psychischen Prozesses im Körper genau aufzufinden.

Moment, hier fehlt doch noch etwas. Ach ja, genau: Die Katze!

die Katze

Bei der biodynamischen Arbeit mit dem Stethoskop lassen sich ganz charakteristische Geräusche hören, die jeweils mit Zuständen von Entladung und Entspannung zusammenhängen. Sobald Sie diese Katze beim Biofeedback mit dem Stethoskop in Ihrem Bauch oder, beispielsweise nach einer biodynamischen Massage, im Bauch des Klienten schnurren hören, ist jedenfalls alles gut. Ein Geräusch wie Katzenschnurren ist das beste Zeichen für eine gut funktionierende Psychoperistaltik im Zustand vegetativer Entspannung.

Der Zyklus von Spannung, Ladung, Entspannung und Entladung war schon Reichs Formel für vegetative Vorgänge gewesen.
Gerda Boyesen konnte nunmehr in ihrer Körperarbeit den jeweiligen Bereich auf dieser Kurve, in dem sich das vegetative Nervensystem gerade äußerte, eindeutiger feststellen.
Gerda Boyesens Arbeit unterschied sich auch in anderer Hinsicht deutlich vom Vorgehen Wilhelm Reichs.
Stand bei ihm das Auflösen des Widerstandes durch eine, wenn auch gewaltlose, Konfrontation der Atemblockaden und Muskelverspannungen im Vordergrund, entwickelte Gerda Boyesen eine Philosophie der gewährenden therapeutischen Haltung, die eine Einladung zum Schmelzen des Panzers darstellt.
Es geht darum, den Klienten wieder an die Hingabe an das zutiefst lustvolle Erleben des eigenen Körpers und des eigenen Energieflusses heranzuführen.
Ein Grundsatz dabei lautete: Die Energie findet von selbst ihren Weg, unterstützt durch die gewährende Haltung des Therapeuten, die sie dazu einlädt.
Oft sind es Spiralbewegungen in der Massage, welche die Blockaden im Gewebe auflösen, indem sie auch auf körperlicher Ebene die Verhärtungen umgehen und zugleich schmelzend aufweichen.
Dabei wird der Energiefluss des Körpers in seinem natürlichen Verlauf, von innen nach außen und vom Zentrum in die Peripherie, unterstützt.
Anstelle der bei Reich vorrangigen Selbstregulation mit Hilfe eines gelungenen Liebeslebens, bei der die gestaute Lebensenergie durch die Abfuhr im Orgasmus erreicht werden sollte, steht bei Gerda Boyesen die Selbstregulation über die Psychoperistaltik, die zu einem Zustand unabhängigen Wohlbefindens führen soll, im Vordergrund der Selbstheilung.
Gerda Boyesen Arbeit bestand freilich nicht nur aus psychodynamischen Massagetechniken, sondern beispielsweise auch aus einer sanften Form von Vegetotherapie, in welcher der Klient aufgefordert wurde, allen kleinen Impulsen, die während des Liegens und sanft Atmens auftraten, nachzugeben.
Auch die Möglichkeit zu „im Körper verwurzeltem“ Sprechen, also zu einem verbaler Selbstausdruck, der die Achtsamkeit auf die Gefühle und Empfindungen des Körperlichen beibehalten sollte, war Teil der biodynamischen Vegetotherapie Gerda Boyesens.
Für Gerda war es wichtig, dass der Klient sich aus seiner neurotischen Verstrickung befreien sollte, und das war gleichbedeutend mit dem wieder zu lassen der lustvollen Mechanismen körperlicher Selbstregulation.
Im Zustand vegetativer und emotionaler Erregung steigen heftige emotionale Energien durch den Körper auf, oder allgemeiner, bei Stress und Aufregung drängen adrenalingesteuerte Erregungszustände nach oben und außen (zum Gesicht und den Extremitäten hin), die als Ausdrucksorgane dienen können. Wenn es entweder nicht zu einem befriedigenden vollen Selbstausdruck über Stimme, Augen, Extremitäten kommt oder der Ausdruck aufgrund einer veränderten Außensituation vielleicht sogar völlig unterbleibt, ist es Aufgabe der körpereigenen Selbstregulation, den sogenannten Restaffekt mit Hilfe der Psychoperistaltik aufzulösen. Dabei werden nach unten zum Bauch und zur Erde strömende Empfindungen wahrgenommen, die lustvoll und entspannend sind.
Der normale Zustand in Mensch und Kultur sollte diesen angenehmen Gefühlen der Entspannung und des Wohlbefindens den Großteil an Zeit und Raum im Alltag geben. Doch in unserer Kultur kommt es eher zu einer Verlagerung der  körpereigenen Dynamik Richtung Adrenalin und Noradrenalin, das heißt, Zustände von Aufregung und Anspannung werden überdimensional aufgesucht, weil sie im Rahmen einer Leistungsgesellschaft kulturell erwartet und gefördert werden.

Gerda Boyesens Biodynamik bildet mit ihrem Verständnis eines schichtbezogenen Arbeitens, das sich am schon zur Bearbeitung Reifen orientiert, auch die Basis für die Essenzielle Körpertherapie.
Vom embryologischen Standpunkt aus betrachtet lässt sich Wilhelm Reichs Ansatz übrigens als eher mesodermal und Gerda Boyesens Vorgehen als eher entodermal orientiert betrachten. Entoderm, Mesoderm und Ektoderm sind dabei die drei grundlegenden Keimschichten des Embryos, aus denen sich jeweils ganz bestimmte Systeme des Körpers aufbauen. Das Mesoderm wird dabei im Großen und Ganzen zum Stütz- und Bewegungsapparat, das Entoderm zum Organ- und Verdauungssystem und das Ektoderm zu Sinnesorganen, Gehirn, Nervensystem und Haut.

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Die befruchtete Eizelle teilt sich, ein kugelförmiger Zellhaufen entsteht, die Blastula.  Durch Einstülpung bildet sich eine Art „kleiner Magen“, die Gastrula. Jetzt lassen sich eine innere, mittlere und äußere Schicht der Zellen differenzieren. Allein aus der Lage innerhalb der Struktur der Gastrula ergibt sich, was aus den jeweiligen Zellen wird. Soweit ist es schulmedizinisch bekannt. Die Funktionen und das Zusammenwirken der einzelnen Keimschichten sind jedoch auch im Erwachsenen von primärer Bedeutung für sein vegetatives, emotionales und kognitives Dasein. Ihr reibungsloses Zusammenspiel bestimmt über seine vitale Gesundheit und Ausdrucksfähigkeit. Unsere Klienten können beispielsweise jeweils vor allem in ihrer mesodermalen, entodermalen oder ektodermalen Struktur gepanzert sein. Die Keimschichten entsprechen dabei ungefähr unserem (vegetativen) Spüren einer Situation, der (vom Muskelsystem geleisteten) Fähigkeit des Handelns und der kognitiven Wahrnehmung der Ausgangssituation und ihrer Veränderung. Alle drei Ebenen sind demnach für eine erfolgreiche soziale und emotionale Interaktion mit der Umgebung wichtig. Die Bedeutung der embryonalen Keimschichten für die vollständige Ausdrucksmöglichkeit eines Menschen wurde mir durch David Boadella, dem Begründer der Biosynthese, vermittelt. Er war einer meiner Lehrer im Rahmen meiner ersten Ausbildungsjahre in Integrativer Biodynamik.

 

1.2 Flugbewegungen:

Die Entfaltung einer essenziellen Körpertherapie

Was unterscheidet einen essenziellen Ansatz in der Körpertherapie von Körpertherapie im allgemeinen?
Die Besonderheit einer am Essenziellen orientierten Körpertherapie lässt sich gut an meinem wesentlichsten therapeutischen Lehrer, Ken Speyer, aufzeigen.
Ken hatte bei Jay Stattman, dem Begründer der Unitiven Körperpsychotherapie, gelernt und war später zu Gerda Boyesen und ihrer Biodynamik übergewechselt. Einige Zeit war er als Lehrer in ihrem Team tätig, bevor er seine eigene Körpertherapierichtung begründete. Vor seiner Zeit als Körpertherapeut hatte er an einer Universität Sanskrit unterrichtet.

Für Ken stand nicht die Heilung des Klienten als dynamischer Prozess im Vordergrund. Vielmehr ging er davon aus, dass der Klient in jedem Moment bereits heil, ganz und in der Lage sei, sich durch seine eigene Präsenz sozusagen als Meister des Augenblicks zu erweisen.
Eine Reduktion des Klienten auf einen heilbedürftigen und in diesem Sinne nicht vollständigen Menschen verletze diesen von vornherein in Bezug auf die unbegrenzte Ganzheit seiner inneren Möglichkeiten.
Der Therapeut unterscheide sich vom Klienten nur durch ein anderes Gewahrsein seiner selbst. Die Präsenz des Therapeuten, die er zunächst sich selbst und erst dann dem Klienten widmet, schafft ein Feld der inneren Aufmerksamkeit, in der es möglich ist, das Wesen, oder die Essenz, des Klienten, hervorzurufen.

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Aus der Tiefe des zeitlosen Daseins steigt die Essenz des Klienten an die Oberfläche und wird in Kontakt mit derjenigen des Therapeuten gebracht. Zunächst zeigt der Klient, hier symbolisch als Fisch, nur seine Rückenflosse. Jetzt bedarf es noch einer kleinen Intervention, die das Wesen des Klienten hervorbringt. Es wäre dazu natürlich zunächst vorteilhaft, oder eigentlich vielmehr absolut notwendig, dass auch der Therapeut sich seines Dasein bewusst und mit seiner eigenen wesentlichen Tiefe in Kontakt ist.

Dabei kommt der Tatsache des puren Daseins ohne Wertung und Funktionalität eine wesentlich wichtigere Rolle zu als den Fragen nach dem Wer, Wie oder Was einer Person.

Dementsprechend unterschied sich Kens Weg, in der Therapie zur Kernpersönlichkeit des Gegenübers vorzustossen, auch grundsätzlich von denen anderer Körpertherapeuten.

Wenn wir, nach Wilhelm Reich, eine Dreiteilung der Persönlichkeitsschichten in 1. Kernperson oder eigentliches Selbst, 2. verdrängte Negativität oder Widerstand, 3. sozial angepasste Person oder  soziale Maske, betrachten, so ging Reich selbst eher konfrontativ vor, um hinter dem Widerstand die ungetrübte frei fließende Persönlichkeit des Klienten zum Vorschein zu bringen.

Gerda Boyesen sah es als ihre Aufgabe an, dem Klienten durch sanfte und gezielte Einladung und das Schmelzen des Panzers wieder mit seiner primären Persönlichkeit in Kontakt zu bringen.

Ken Speyer hingegen verzichtete in der Begegnung auf einen Weg, den Widerstand des Klienten zu konfrontieren oder zu schmelzen, sondern identifizierte die Kernpersönlichkeit einfach mit seinem jeweiligen Gegenüber in der Therapie.
Es ging dann nur darum, der anderen Person ihre eigenen Möglichkeiten zu Präsenz und Bewusstheit aufzuzeigen.
Sowohl im Widerstand als auch im vorhandenen restlichen aus der primären Ebene des Selbsts stammenden Impuls ist dabei gleichermaßen dieselbe unzerstörbare Essenz des Klienten am Werke.

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Essenz, Bewusstheit, Eintauchen in die Unendlichkeit des eigenen Seins. Diese wird dann auch zur Quelle der Vitalität und inneren Stärke. Ansätze von Körperarbeit, die sich an der Essenz orientieren, sind auch heute eher die Ausnahme im breiten Feld der Körpertherapien.

Ursprungsimpuls und Widerstand grundsätzlich als zwei Teile eines ursprünglich Ganzen zu betrachten und mit beiden Impulsen auch so umzugehen, dass sie in ihrem ursprünglich sinnhaften Gehalt wahrgenommen werden, ist ein Merkmal essenzieller Arbeit in der Körpertherapie.

Durch die Hinwendung an die Essenz des Gegenübers war Ken sozusagen eine Stufe tiefer hinab ins Wesentliche oder Wesenhafte des therapeutischen Prozesses gestiegen. Dort lösten sich die scheinbaren Widersprüche oder widersprüchlichen Impulse einer Person in einem gemeinsamen Feld von Bedeutung auf.
Das war in Kens Arbeit oft auch wortwörtlich zu verstehen. Eine Klienten schlägt mit der einen Hand nach dem Therapeuten, mit der anderen streichelt sie ihn sanft.

Unser Leben in zwei Zeiten, der des Funktionalen und der des reinen Seins, war ein anderes Prinzip dieser Arbeit.
Die Präsenz gehörte dabei ihrem Wesen nach zuallererst zur Zeit des Seins.
Erst durch die Verdinglichung des Menschen verschwand die Zeit des puren Seins weitgehend aus unserer Bewusstheit und unserem Leben und machte Platz für die Zeit der Funktionalität.

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Die Kerze gibt zwar Licht, das ist ihre Funktionalität. Der Eindruck des Lichtes, das Prinzip der Tiefe und Ruhe, die es vermittelt, all ihr eigentliches Leuchten, ist hingegen Ausdruck ihres wesentlichen Seins. Wir sind demnach vor allem Geschöpfe der Essenz, im puren Sein lebend,  und nicht solche des geschäftigen Treibens der Welt.

Letztere ist zwar für die Bewältigung von Alltagsangelegenheiten wichtig, kann aber zu einer bewussten Präsenz, einem Erleben des eigenen Selbsts, nicht ausreichen.
Wir müssen also auch zu unserer Bewusstheit über die Zeit des Seins zurückgehen und unserem Sein als solchem wieder Raum schaffen, um zu unserer inneren Wahrheit und Essenz zu finden.

Die Unvorhersehbarkeit der Gegenwart anzuerkennen, Finden statt Suchen, das Zulassen der in uns allgegenwärtig vorhandenen Ambivalenz den Anderen und uns selbst gegenüber waren nur einige Elemente des tiefen, fast tranceartigen Feldes von Achtsamkeit, das sich in Kens Gegenwart verbreitete.

Das Einfache und Offensichtliche im Kontakt und in der Präsenz stand im Vordergrund seiner Betrachtung. Der scheinbar einfache Kontakt mit dem ganz Selbstverständlichen trieb dann wie von selbst in eine Tiefe ab, in der dem Klienten oft zum ersten Mal sein einfaches Dasein als wesentliche Kategorie seines Lebens ganz bewusst wurde.
Aus der Stille und Konzentration auf das Einfache erwuchs zumeist eine intensive Arbeit mit Körper und Gefühl, die dann wieder in die ursprüngliche Stille zurückfand.

Ein anderes tragendes Element von Kens Arbeit lag in der Genauigkeit, mit der er die Prozesse der Klienten betrachtete und sie dann auch auf seine Wahrnehmungen hin ansprach.
Dies verlieh seinen Interventionen und Ansichten eine oft tief berührende Wahrhaftigkeit, die er, auf seine eigenen Schwächen angesprochen, durchaus auch auf sich selbst anwenden konnte.

Nichts Menschliches war aus der Begegnung mit dem Klienten dabei grundsätzlich ausgeschlossen.

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Begegnung, auf das Wesentliche der Essenz zurück gebracht. Einfachheit, Schlichtheit des Kontaktes und der therapeutischen Aussagen über den Klienten. Dieser wird immer als gleichwertiges Gegenüber zum Therapeuten betrachtet. Er ist schon heil und vollkommen, und muss sich dessen nur noch ganz bewusst werden.

Ken nannte seine Arbeit damals Integrative Biodynamik, um einerseits auf seine Wurzeln in einem gemeinsamen Grundverständnis des biodynamischen Körpertherapieprozesses hinzuweisen, und andererseits auch die weiter führenden Ideen seiner Arbeit und ihre prinzipielle Offenheit für Erweiterungen damit anzusprechen.

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Bei Ken Speyers Ansatz ging es keinesfalls nur um bioenergetische Körperübungen. Die natürlich auch ihren eigenen Wert hätten. Trotzdem: Es war tatsächlich keine Therapietechnik, die Ken hier praktizierte. Alles entstand irgendwie wie von selbst aus spontanem Sein in der Unvorhersehbarkeit der Gegenwart. Soviel war uns allen klar. Ohne die geringsten technischen Anweisungen und mit eher philosophischen Erklärungen von Kens Seite war es für uns allerdings nicht ganz einfach, die offensichtliche Kraft seiner Arbeit eins zu eins in unser zunehmend wachsendes therapeutisches Können zu integrieren. Wir wuchsen zwar offenbar durch sein Wirken an und mit uns, konnten das von ihm Erfahrene aber eine Zeitlang nur unbewusst oder in Grundzügen anwenden. Ich hatte das Glück, weitere Jahre mit Ken im Team  zu verbringen. Dabei wurde mir schon einiges klarer. Tatsächlich folgten für mich danach noch viele Jahre, in denen sich mir die Tiefe seiner Arbeit mehr und mehr erschloss.

In der Integrativen Biodynamik wird das Stethoskop weitgehend durch ein Resonanzprinzip zwischen Therapeut und Klient ersetzt.
Der Therapeut spürt mit seiner verfeinerten Körperselbstwahrnehmung die aufsteigenden Impulse des Klienten und kann mit Hilfe seiner Resonanz sogar feststellen, was im Klienten nun an die Oberfläche der psychischen Dynamik drängt und gerade reif für die Bearbeitung wird.

Dies führt dann zu einer biodynamischen, das heißt, ebenfalls an der ich-nahen Schicht orientierten, Arbeit mit der inneren Dynamik des Klienten, nur jetzt eben ganz ohne Stethoskop.

Die Palette der in eine sinnvolle Dynamik einbeziehbaren Vorgänge oder der gut therapeutisch ansprechbaren Schichten ist sogar mit Hilfe der Somatischen Resonanz größer.
Oft sind nämlich die in das Bewusste drängenden Schichten zwar schon reif für eine Bearbeitung, dies ist aber zuweilen im Stethoskop noch nicht wirklich hörbar.

Dafür kann umgekehrt die Arbeit am Gewebe, zum Beispiel das Entleeren energetischen Staus in Form von Flüssigkeitsansammlungen, mit Hilfe des Stethoskops wieder genauer durchgeführt werden.

Wir können uns das Verhältnis zwischen biodynamischer Stethoskoparbeit und dem Arbeiten mit somatischer Resonanz sehr gut am Beispiel des langgezogenen Dackels anschaulich machen:

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Jemand fragt seinen Freund: Sag mir, wie funktioniert ein Telefon? Sagt der Freund: Stell Dir einfach einen ziemlich langgezogenen Dackel vor….

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…Du ziehst ihn hinten am Schwanz und vorne bellt er dann. Genauso funktioniert das Telefon. Fragt der Andere: Und wie funktioniert jetzt ein Funkgerät?

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Sagt sein Freund wieder: Das ist auch ganz einfach. Stell Dir genau dasselbe vor, nur jetzt eben ohne Dackel.

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Hier im Prinzip derselbe Vorgang unter Löwen.

So einfach geht das eben. Wenn Sie die paar Jahre intensiven Trainings, die zum Erreichen der für diese Methode nötigen Durchlässigkeit des Therapeuten vorher stattgefunden haben müssen, jetzt einmal kurz außer Acht lassen.

Ausgehend von dieser fliegerischen Grundlage setzt die Essenzielle Körpertherapie nunmehr in verschiedenen Stufen zum Überflug des Atalantischen Ozeans der Dunklen Nacht der Seele an.

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Der ursprüngliche Libidostrom des Embryos unterscheidet sich von dem des Erwachsenen. Er kann aber als zweite Ebene der Libido im Körper angeregt und wahrgenommen werden. Der embryonale Libidostrom besitzt vor allem zwei Hauptqualitäten: Die der puren Lebendigkeit, ein intensives Gefühl des am Leben Seins, und die der Herzöffnung. Diese Öffnung fühlt sich in ihrer Schutzlosigkeit und gleichzeitigen Bereitschaft ganz anders an als die Liebesfähigkeit der schon geborenen Person. Das hier gezeigte Bild dient uns nur als Symbol für die Bewusstheit des Embryos und das flirrende Leben, das seine Existenz ausmacht. Zu diesen Erkenntnissen über die embryonale Dynamik gelangte ich durch eine Intervention Ebba Boyesens,- einer der Töchter Gerda Boyesens -, die sich speziell mit sehr energieintensiven Bereichen der Körpertherapie auseinander gesetzt und dabei eigene körpertherapeutische Rituale entwickelt hatte. Schwerpunkte ihrer Arbeit waren zwei von ihr entwickelte Verfahren: Birth Release, ein körpertherapeutisches heilsames Wiedererleben der eigenen Embryonalerfahrungen und der daran  anschließenden Geburtserfahrung, sowie die sogenannte Psychoorgastik, die sich mit den in und um die Wirbelsäule gespeicherten ekstatischen Energien des Menschen beschäftigte.  Ebba Boyesen war eine meiner LehrerInnen im Rahmen meiner Grundausbildung in Integrativer Biodynamik. 

 

Meine therapeutische Ausgangsposition und meine ersten Jahre als Therapeut

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Ja, ja, genau so hätte ich mich gern von Anfang an als Therapeut erblickt: Tigerlich königlich und voll animalischer Grazie und instinktiver Weisheit. 

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Tatsächlich sah der Beginn meiner Laufbahn dann wahrscheinlich doch eher so aus. Guter Stand, Schnabel hoffentlich schon in die richtige Richtung gedreht, aber ein wenig Souveränität  könnte da schon noch gern einmal dazu kommen.

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Okay, okay, Sie haben natürlich recht. So geht das nicht. Das obere Bild ist eine ENTE. Hier also die männliche Form. Das  prächtige Gefieder des Vogels war am Anfang meiner therapeutischen Tätigkeit aber tatsächlich erst im Entstehen begriffen. 

Ich hatte zu Beginn meiner Ausbildung 1986 die Möglichkeit gehabt, Gerda Boyesen und Ken Speyer  bei Auswahlworkshops für ihre jeweiligen Ausbildungen zu erleben und mich dann für Kens Ausbildung entschieden. Diese schien mir die umfassendere Grundlage für therapeutisches Arbeiten zu vermitteln.

Gerdas Arbeit fand großteils im Liegen und durch die Anwendung biodynamischer Massage und Vegetotherapie statt. Die Arbeit war faszinierend, öffnete oft sehr regressive (das heißt: den Klienten direkt in die Erfahrung und das Wiedererleben seiner Kindheit zurückversetzende)  Räume an Selbsterfahrung für den Klienten, ließ aber Kontakt eher über Berührung zu. Dieser wurde dann durch die gewährende Haltung des Therapeuten vertieft und auch durch verbal unterstützende Interaktionen mit getragen. Direkter Kontakt im Gegenüber von Klient und Therapeut war in Gerdas Arbeit nicht die Regel sondern die Ausnahme. Die Konfrontation mit dem Muster des Klienten fand zumeist eher indirekt statt.

Ken hingegen arbeitete häufig im Sitzen oder Stehen, in direktem Kontakt mit seinem ihm gegenüber befindlichen Klienten. Dieser hatte nahezu jeden Freiraum, von seiner Seite aus die therapeutische Umgebung und seine Position darin sowie seine Themen, Aktionen und Reaktionen so zu gestalten, wie es ihm gerade beliebte.

Die ersten Jahre meiner therapeutischen Praxis verbrachte ich auch mit dem Versuch, Ken Speyers Arbeitsweise in meine eigene therapeutische Sprache zu übersetzen.
Nebenbei war ich auch nach wie vor an Gerda Boyesens Ansatz biodynamischer Massage interessiert und bildete mich in diesem Gebiet weiter fort, teilweise auch mit Menschen, die auf Basis von Gerda Boyesens Arbeit ihre eigenen Ideen und Veränderungen in die biodynamischen Vorgangsweisen eingebracht hatten. Ich bekam dadurch eine Art Außenseiterblick auf Gerdas Arbeitsweise, jedoch durchaus mit vielen Einblicken und Informationen über die biodynamische Ausbildung Gerdas.
Denn mein damaliges persönliches Umfeld setzte sich unter anderem aus einigen Menschen zusammen, die sich parallel zu meiner Ausbildung bei Ken Speyer gerade Gerda Boyesens Ausbildung befanden.
Auch war Gerdas Tochter Ebba Boyesen, die ihre eigenen sehr interessanten Arbeitsansätze im Rahmen von Gerda Boyesens Biodynamik entwickelt hatte, eine meiner LehrerInnen in Kens Ausbildung.

Die andere wesentliche therapeutische Persönlichkeit neben Ken Speyer und Ebba Boyesen war David Boadella, der Begründer der Biosynthese und einer der bekanntesten Körperpsychotherapeuten unserer Zeit.

Ich begann sehr früh hauptberuflich mit Klienten zu arbeiten. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt gerade drei Jahre Ausbildung absolviert und vor der Ausbildung zwei bis drei Jahre körpertherapeutischen Grundkurs sowie insgesamt die ersten sechs Jahre an intensiver Eigentherapie und Selbsterfahrung mit Körper- und Gestalttherapie hinter mir.
Ich besuchte Sufi- und Trancegruppen, hatte sehr starke schamanische und spirituelle Erlebnisse gehabt und war ganz allgemein von einer beachtlichen Aufbruchsstimmung ergriffen.

Plötzlich stand ich in freier Wildbahn dem Klienten gegenüber.

Ken Speyers meisterliche Arbeit war für einen Anfänger praktisch zunächst nur als Grundhaltung anwendbar.
Ich wusste also wie sich wirksame und tiefe Therapie anfühlt und wie sie grundsätzlich von statten ging.
Nur war ich zunächst noch nicht ganz so weit, dies auch eins zu eins in meine Arbeit mit den Klienten umsetzen zu können.

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Noch ganz am Anfang meines therapeutischen Wirkens: Der Klient und ich beim Treffen in freier Wildbahn. Mitunter war das ja plötzlich gar nicht so einfach. Zuweilen glaubte ich klar zu verstehen, was der Klient mir in seiner Tiefe zu sagen hätte….

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….bisweilen blieb es mir aber schon noch recht rätselhaft.

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Eines zumindest war klar: Ich musste schlau werden wie ein Fuchs. Zumindest konnte das wohl nicht schaden.

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Ich hatte sehr gute Anleitungen erhalten, die den Umgang mit Klienten in freier Wildbahn betrafen. Jetzt ging es also nur noch darum, sie tatsächlich auch wirkungsvoll und elegant umzusetzen.

Ich begann also, Gerdas biodynamische Massagetheorie und Kens meisterliche essenzielle Kontaktarbeit auch theoretisch noch einmal zusammen zu fassen, um mir selbst eine klarere Anleitung für mein therapeutisches Vorgehen zu schaffen.
Bei Gerdas Massagen ging es beispielsweise unter anderem darum, die Spannungen auf sanfte Weise aus dem System des Körpers heraus zu transportieren.
Die Bedeutung der Extremitäten als Ausgänge im Körper verband ich mit der Vorstellung eines Feldes, in dem sich der Klient bewegt.
Seine familiäre Umgebung, sein Arbeitsbereich, seine Gewohnheiten und seine Umgebung waren dann Teil dieses Feldes.

Es ging nun darum, mit Hilfe meiner Haltung und der therapeutischen Anregungen den Klienten neu in seinem eigenen Feld auszurichten, die Spannungen mehr und mehr an die Peripherie dieses Feldes zu verlagern, um sie jenseits seiner direkten Körperlichkeit wieder an die jeweils beste Adresse in seinem Außenfeld zurück zu bringen.

Dies bedeutete dann aber auch, dass mit dem Heilwerden einer Person seine Umgebung aus ihrer bisherigen, – im Kern vielleicht unheiligen-, Balance geworfen werden konnte.
Der Klient verlor damit seinen Status als Symptomträger und wurde zum Mittelpunkt der sich in konzentrischen Kreisen ausbreitenden Heilmöglichkeiten seiner Umgebung.

Dies ist natürlich ein Gesichtspunkt, der aus systemischer Sicht selbstverständlich erscheint.
Ich sah diesen Vorgang allerdings eher als einen Wechsel im Energiesystem und der Art, in welcher der Klient sich selbst körperlich in seine Welt einbrachte, ein.
Der Wechsel des symptomatischen Schwerpunkts vom Klienten zu seiner Umgebung entsprach dann auch einfach dem aus der Physik bekannten Energieerhaltungssatz.
Mit solchen und ähnlichen Theorien begann ich meine therapeutische Karriere.

In jedem Fall war es gerade das Fehlen konkreter Handlungsanweisungen in Ken Speyers Ausbildung, das mir wie eine Aufforderung erschien, vor allem aus meinem eigenen Selbstgefühl als Therapeut heraus auch als solcher zu wirken.

Dies entsprach auch dem, was wir von Anfang an gelernt hatten: Sei ganz Du selbst, sei einfach präsent mit genau dem, was Du bist und damit, dass Du bist.

 

Die Weiterentwicklung meiner körpertherapeutischen Arbeit

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Na sehen Sie, so ist es doch schon viel edler. Da haben sich ja in der Zwischenzeit einige interessante Muster neuer körpertherapeutischer Ideen im Gefieder dieses Vogels entwickelt.

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Vom Tiger ist das Therapie-Tier aber doch noch etwas entfernt.

Zwei, drei Jahre später sah dann schon alles anders aus.
Ich hatte tatsächlich gewisse Elemente eines eigenen therapeutischen Paradigmas entwickelt.

Ich sah den Klienten zunehmend als eine Schwingung im gemeinsamen Raum an, den Therapeuten als zweite ähnliche Schwingung.
Beide verband ein Geflecht rhythmischer Bewegungen, Impulse, Intentionen und, paradoxer Weise, auch Ablenkungen.
Der gezielte, jedoch mit den Wellen des Unbewussten übereinstimmende Einsatz des Therapeuten mit seiner eigenen Körperlichkeit, seiner Stimme, seiner Präsenz vermochte den Klienten auf ganz eigene Weise aus seiner bisherigen Gewohnheit hervorzulocken.
Und dies genau dort, wo der Klient an diesen gewohnten Mustern sein eigenes Leiden bisher festgeschrieben hatte.
In diese Vorstellungen war auch einiges vom sehr gut strukturierten Ansatz David Boadellas eingeflossen.

Kens Ruf nach essenzieller Arbeit mit dem Klienten übersetzte ich in den folgenden fünf Jahren meiner Lehrtherapieausbildung mehr und mehr mit der Idee der Entwicklung der eigenen archaischen Urkraft des Klienten.

Das andere Phänomen, das mich im Zusammenhang mit der Umsetzung der Arbeitsweise Kens in meine eigene Praxis beschäftigte, war das der nahezu tranceartigen Konzentration, die Ken seinem Wirken zugrunde legte.
Ich fand dies zwar sehr heilsam im Rahmen intensiver Selbsterfahrungsworkshops, wo es dem Klienten zu einer ganz ungewöhnlichen Erfahrung des eigenen Daseins verhalf.
Dieselbe Art von  Tiefe ließ sich aber, – zumindest nach meiner Auffassung von Therapie -, nicht so gut in die tägliche therapeutische Praxis integrieren, ohne dass diese dann den Charakter eines spirituellen Ausnahmezustandes annahm.

Es hing wohl auch vom Unterschied zwischen Kens und meiner eigenen Persönlichkeit und von unseren ähnlichen, aber dann doch in bestimmten Bereichen voneinander abweichenden, Vorstellungen über das Wesen von Therapie ab.

Ich wollte den Klienten in eine viel alltäglichere „Trance“ hineinführen, in eine solche, die ihm auf scheinbar ganz normale Art und Weise Kraft und Tiefe schenken sollte, ohne ihn zu einem besonderen Zustand der Achtsamkeit zu zwingen.
Vielmehr sollte sich die tiefe Achtsamkeit des Klienten nahezu von selbst aus einem Rhythmus von Konzentration und Ablenkung, einem Spiel zwischen Tiefe und Oberfläche in der Therapie ergeben. Der Klient, und ich selbst als Therapeut, sollten lernen, in einer Art Doppelbewusstsein ganz präsent zu sein, dabei aber die Oberfläche des Alltags in diese Präsenz gleichsam einzuschließen.
Dies hieß auch, mit der ganzen eigenen Präsenz da zu sein, ohne den Druck, sich dazu in den herausfordernden, – wenn auch heilsamen- , Abgründen der Tiefe der eigenen Seele bewegen zu müssen.

Ich nützte also eine paradoxe Haltung von Tiefe und Ablenkung in der Therapie, um den Klienten wach zu machen, und das selbst ohne sein genaues Wissen wie dies eigentlich von statten ginge.
Die eigene Begegnung des Klienten mit seiner Essenz sollte dabei je nachdem Zentrum oder Hintergrund des therapeutischen Geschehens sein, und trotzdem zugleich beide gleichermaßen auch durchgängig bestimmen.

Ich hatte mich nebenbei auch mit einer Erweiterung biodynamischer Massage beschäftigt und etwas entwickelt, das ich ektodermale Massage nannte.
Durch bestimmte Signale an das Nervensystem und Gehirn während der Massagearbeit war es möglich, die körpereigene Selbstregulation nicht nur durch das entodermale System der Psychoperistaltik, sondern auch durch ein unbewusstes selbstreflexives Verhalten des ektodermalen Nervensystems anzuregen.

Weiters war ich durch eine Selbsterfahrungssitzung mit Ebba Boyesen ein paar Jahre zuvor auf die Bedeutung der energetischen embryonalen Dynamik gestossen worden.
Ich konnte in meinem Körper direkt wieder erleben, wie ihn eine ganz neue Art von Lebendigkeit durchströmte, nachdem der, – durch ein in meiner Embryonalzeit vorgefallenes Trauma verursachte -, energetische Bruch in einem speziellen Bereich, den ich mit meinem ursprünglichen embryonalen Energiesystem identifizierte, zu heilen begann.
Wochenlang erlebte ich ein unglaubliches Gefühl primärer, – eben ganz offenbar aus der Ebene des embryonalen Daseins stammender -, Lebendigkeit.
Es war eine Art Rausch, wirklich am Leben zu sein, der mich da erfasst hatte.

Schon gegen Ende meiner Ausbildungszeit hatte ich dann begonnen, bestimmte Körperinterventionen zu entwickeln, mit deren Hilfe sich dieser embryonale Strom der Libido im Klienten besser manifestieren konnte. Zusätzlich skizzierte sich dadurch für mich ein erstes theoretisches Bild der Beziehung zwischen embryonalem und nachgeburtlichem energetischen Dasein.
Ich begann damals auch, das Wesen von Paranoia und Panik als verlängerte Zustände embryonalen Ausgeliefertseins zu betrachten.

Als ich im Verlauf meiner schamanischen Ausbildungstätigkeit auch mehr und mehr dazu überging, zusätzlich Ausbildungen in der von mir inzwischen auf verschiedenen Ebenen weiterentwickelten Körpertherapie anzubieten, begann ich, meine über die Jahre entstandenen Auffassungen und Erkenntnisse über das, was Therapie wirksam, tief und grundsätzlich frei sein lässt, zusammen zu fassen und an meine SchülerInnen weiter zu vermitteln.

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Ein kleiner Umweg, der aber nach Meinung meiner Katzenlobby direkt zur majestätischen Präsenz des Tigers führen soll.

Spätestens jetzt, im Zuge der strukturelle Reflexion meiner eigenen Arbeit zwecks eigener Ausbildungstätigkeit, war mir klar geworden, dass ich einen doch recht eigenständigen theoretischen und praktischen Ansatz in meiner körpertherapeutischen Tätigkeit entwickelt hatte.

Es handelte sich nicht mehr um die erste Stufe meiner Arbeit, in der ich eben noch auf meine eigene Art versucht hatte, die Lehren meiner meisterlichen LehrerInnen umzusetzen.
Ich war vielmehr zunehmend bei einer Art neuer und sehr effizienter Körpertherapie gelandet, die es außerhalb des Kontextes meiner eigenen Unterrichts- und Therapietätigkeit sonst nirgendwo anders gab.

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Auf der schamanischen Ebene war das alles gar kein Problem. Da war  ich ja längst zum ersten hochalpinen Jaguar der jüngeren zoologischen Geschichte mutiert.

Kaum waren 22 Jahre vergangen, veränderte sich die Essenzielle Körpertherapie noch einmal ganz grundlegend. Sie erhielt in den folgenden vier Jahren irgendwann auch einen, – nämlich genau diesen ihren hier verwendeten – , Namen.
Damit war sie nunmehr bereit, sich den kritischen Augen der breiten Öffentlichkeit zu stellen.
Das heißt, so sie diese auf ihrem, ihr wahrscheinlich ja schon von Fortuna Prudentiae Corporalis Maior, – der berüchtigten Schicksalsgöttin der Körpertherapien- , vorgezeichneten Pfad, auch rechtzeitig an einer Wegkreuzung desselben antreffen würde.

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In voller Pracht: Fortuna Prudentiae Corporalis Maior, wie sie der Dichter besingt und der Anhänger ihres bis auf den heutigen Tag überlieferten antiken Kultes verehrt. Wir dürfen dabei nicht übersehen, dass die Ursprünge der Körpertherapien wohl schon in die älteste Urzeit des Menschen zurückreichen, weil sie, – die Körpertherapie -, einigen durchaus schlüssigen wissenschaftlichen Theorien zufolge-, sich ganz allmählich aus der für die soziale Bindung unserer Urahnen noch sehr bedeutsamen Fellpflege des Frühmenschen heraus entwickelt haben soll. Wilhelm Reich käme in dieser Sicht der Dinge nur das jedoch auch keineswegs geringe Verdienst ihrer recht späten Wiederentdeckung, Verfeinerung und Verbreitung zu. 

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In der Nahaufnahme können Sie mit etwas Glück unsere nahende Zukunft erkennen. Wir empfehlen aber, auf diese Aufgabe nicht allzuviele nützliche Ressourcen Ihres inneren Potenzials zu verschwenden.

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Hier sehen wir die Göttin während ihrer berühmten blauen Phase. 

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Moment einmal, dieses Bild kenne ich ja gar nicht! Das haben offenbar wieder meine inoffiziellen Katzenmitarbeiterinnen hier eingeschmuggelt. Ich nehme an, es handelt sich um die Gestalt einer in Katzenkreisen bestens bekannten, – uns Menschen jedoch in ihrer Bedeutung vielleicht nicht ganz so geläufigen-, Göttin.

 

Hier entwickelten sich weitere nahezu waghalsige aber stets anmutig verspielte Flugbewegungen, beginnend mit

Die Stufe 3 der Essenziellen Körpertherapie:

Die Wandlung des Traumatischen durch die Ebene der essenziellen Qualitäten.

Die entscheidende Frage, die schließlich in den Kern der Essenziellen Körpertherapie führte, war die nach der Heilungsqualität von Langzeitklienten.
Diese Menschen hatten durch ihre Selbsterfahrung und Therapie schon jede Menge Fortschritte und Erfolge in ihrem Leben sehen können.
Das Grundtrauma aber und die mit ihm verbundenen Reaktionsmuster erschienen trotzdem immer wieder als Thema der Arbeit.

Speziell unter Stress oder in Ausnahmezuständen fielen diese eigentlich schon sehr bewussten Klienten in ihre alten Verhaltensweisen und inneren Zustände zurück.
Sicherlich waren die meisten von ihnen schon sehr früh in ihrer Entwicklung traumatisiert worden.
Trotzdem stellte sich die Frage nach jener Qualität, die ihnen fehlte, um den Bereichen des Traumas in ihrem Inneren ein mindestens gleich tiefes Gefühl ekstatischer Befreiung entgegenstellen zu können.

Auch in meinem eigenen Prozess zunehmender Selbstbefreiung, zuerst durch Therapie und Selbsterfahrung, dann immer wieder in den „therapeutischen Ecken“ meiner Supervisionen, konnte ich durchaus dieselbe Dynamik beständiger Verbesserungen der eigenen Lebensqualität und Erweiterungen meines persönlichen und professionellen Spielraums feststellen.

Jahre zuvor hatte ich in meiner Selbsterfahrung bei Ken die heilsame Wirkung seiner Präsenz erlebt. Diese hatte mein Selbstgefühl ganz grundsätzlich auf eine andere Ebene gestellt. Ich vergaß nicht mehr die wichtigste Tatsache, die ich dabei wieder entdeckt hatte: Dass es mir möglich war, wirklich ganz in der Präsenz zu sein und zu bleiben.

Gewisse Bereiche meiner eigenen Traumata schienen aber fast unabhängig von diesen Erfahrungen einfach weiter zu existieren und führten sozusagen ein Doppelleben neben den neuen faszinierenden Möglichkeiten der schon geheilten oder in sich angekommenen Person.
Diese grundlegende Spaltung zwischen dem Heilen und dem Abgrund behielt trotz intensiver weiterer Beschäftigung mit meinen eigenen Themen ihren Charakter als oft schlummernde aber mich nicht wirklich endgültig verlassende Begleiterin bei.

So es ging mir in gewisser Weise wie meinen Klienten:  Das zeitweise noch immer vorhandene Leiden an immer ähnlichen Grundstrukturen traumatischer Natur blieb mir trotzdem treu.

Was jedenfalls offensichtlich erschien, war, dass, gleich ob man von einem Konflikt-, einem Defizit- oder einem Traumamodell der zugrundeliegenden Verletzung des Klienten ausging, die eigentliche Grundverletzung der Person bezüglich ihrer Schwere auf jeden Fall im traumatischen Bereich liegen musste.
Nur dadurch war die permanente Fixierung auf dieselben Reaktionsweisen und inneren Gefühlszustände erklärbar.

Denn nur das Trauma bewirkt eine derartige Bindung des gesamten Nervensystems an eine bestimmte Qualität des Erlebens, die tiefer reicht als emotionales oder kognitives Erkennen und Verstehen.

Zum anderen brachte die Beschäftigung mit den traumatischen Abgründen der Körper-Seele den Begriff der Dunklen Nacht der Seele wieder ins Spiel.
Dieser entstammt ursprünglich dem Werk des christlichen Mystikers Johannes vom Kreuz, ungefähr aus dem Jahr 1576.
Wir wollen hier darunter die Anfechtungen der tiefsten Unsicherheiten verstehen, die, vor allem durch ein permanentes traumatischen Situationen und Beziehungen ausgesetzt sein, in der Seele des Menschen Raum bekommen können.

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Hier sehen wir sinnbildlich die Seele inmitten ihrer Dunklen Nacht, intensiv fühlend, oft auch wissend aber gleichzeitig den Gezeiten der inneren Dynamik irgendwie doch scheinbar recht schutzlos ausgesetzt.

Aus diesen Überlegungen heraus, – und nicht zuletzt anhand einer intensiven Beschäftigung mit den Aussagen und Erkenntnissen der Traumatherapie (Peter Levine, Stephen Porges, Marianne Bentzen, Susan Hart und Anderen) gelangte ich zur Skizze einer Seelenlandschaft, in der fünf Bereichen völliger Vernichtung fünf wesentliche Bereiche spiritueller oder essenzieller Grundqualitäten gegenüberstanden.

Die Bereiche des Schreckens waren folgende:

  • Dünnhäutigkeit/Psychose
  • Paranoia/Panik
  • Sinnlosigkeit/Depression
  • Selbsthass/tiefe Scham,
  • intensive Kränkung/gehaltene Trauer.

Die diesen entgegenstehenden fünf essenziellen Grundqualitäten finden Sie in der Beschreibung von Stufe 5 und später auf der Website noch einmal unter dem Menüpunkt: Alltag nicht grau.

Wesentlich für die Begegnung des Selbsts mit den vernichtenden Qualitäten der Dunklen Nacht der Seele war aber vor allem das Auffinden der individuellen essenziellen Qualitäten einer Person.

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Die Dunkle Nacht der Seele ist nicht der Stillstand endgültiger Depression, sondern ein Zustand des Ringens zerstörerischer und heilsamer Kräfte in der Seele.

Die Essenzielle Körpertherapie geht nicht von einer Doppelnatur des Menschen als Körper-Seele aus, sondern erweitert diese zur Trinität von Körper, Seele und Geist.
Der Geist/Spirit/das Göttliche/die ursprüngliche Essenz, oder wie immer Sie diese Ebene universeller Vollkommenheit auch nennen wollen, verkörpert sich über das Medium der Seele in uns als unsere körperliche Existenz.

Die essenziellen Qualitäten des Geistes entsprechen unseren tiefsten Eigenschaften, die wir sozusagen als Geschenk des Universums in die Wiege gelegt bekamen.
Es sind nebenbei genau diese Eigenschaften, die uns helfen, uns mit den Schrecken der Dunklen Nacht der Seele zu konfrontieren ohne ihnen zu unterliegen.

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Der Dunklen Nacht der Seele soll schließlich genau dieser Regenbogen des wieder gefassten neuen Mutes folgen.

Essenzielle Qualitäten können zum Beispiel unglaublicher Mut, hoheitsvolle innere Haltung, unendliches Zartgefühl, oder andere derartige essenziell gegründete Qualitäten einer Person sein.
Erlebt ein Mensch sich selbst in genau einer seiner eigenen essenziellen Qualitäten, so verspürt er die absolute Stimmigkeit seines Seins in genau dieser Weise, wie er sich jetzt spürt.
Oft sind es genau die essenziellen Qualitäten einer Person, die scheinbar im Widerspruch zu ihrer bisherigen Verletzung und dem daraus entstandenen Selbstgefühl stehen.
Jemand, der sich vielleicht für ängstlich oder feige hielt, erlebt zum Beispiel plötzlich unbegrenzten scheinbar göttlichen Mut als eine seiner ureigensten Grundqualitäten.

Das Gefühl der essenziellen Qualitäten entspricht in seiner ontologischen Dimension einem die eigene Person transzendierendem Element von: So hat mich Gott/das Universum/der Geist/die Essenz gemacht. So soll ich sein.

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Dies ist ein Beispiel für die verschiedenen Namen Gottes im Islam, die seine vielen vollkommenen und doch unterschiedlichen Eigenschaften bezeichnen sollen.

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Die Sufis sind die Mystiker des Islam. Sie interpretieren ihn auf esoterische Weise. In ihrem ekstatischen Kreistanz wird ebenfalls die Dualität zwischen Welt und Geist aufgehoben.

Die hundert Namen Allahs im Sufismus, die essenzielle Qualitäten des Einen darstellen, könnten mit der Ebene der essenziellen Qualitäten ebenso in Zusammenhang gebracht werden wie die bestimmten Engeln zugeschriebenen Funktionen von Hütern solcher essenzieller Eigenschaften.

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Die hier abgebildeten Engel schwanken in der ganzen, bei Engeln üblichen, Bandbreite von hoheitsvoll über….

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…andächtig, jedoch verschmitzt, bis zu….

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….einfach, schön und hingegeben an das Sein.

Es geht uns hier natürlich nicht um religiöse oder spirituelle Lehren oder Inhalte, sondern um eine phänomenologisch erfassbare Ebene des seelischen Erlebens, der meiner Ansicht nach eine intensive Heilkraft zukommt.

Ein paar weitere wesentliche Entdeckungen der Essenziellen Körpertherapie.

Der Entdeckung der essenziellen Qualitäten und der fünf grundsätzlichen Qualitäten des Geistes, die uns unterstützen und tragen, folgte die Arbeit mit der essenziellen Ebene im Körper.

Dabei konnte ich entdecken, dass es neben dem von Wilhelm Reich angesprochenen und in der Körpertherapie als wesentliches Element genützten dynamischen Fluss der Libido im Körper zwei weitere Ebenen des Libidoflusses gibt.
Es handelt sich um eine embryonale und eine essenzielle Ebene.
Die Essenz tritt also nicht nur als eigentliches Wesen des Klienten, als Energiefeld oder spezieller Raum und als eine bestimmte Ebene grundlegender Qualitäten des Seins in Erscheinung, sie besitzt, wenn man ihre Eigenart zu verstehen beginnt, auch einen dynamischen Charakter.

Körperarbeit kann damit auf mehreren miteinander korrespondierenden und einander zugleich in der Wirksamkeit jeweils unterstützenden Ebenen des libidinösen Flusses ausgeführt werden.

Das Erleben der Klienten erreicht damit eine ganz andere Qualität.
Beispielsweise findet ein Klient, der trotz langer Therapie aufgrund einer ursprünglich vorhandenen Borderline-Thematik  sein Inneres faktisch nie in Ruhe erlebt, mit Hilfe einer Arbeit auf der Ebene des essenziellen Libidoflusses kurzfristig zu einem Selbstgefühl, in dem mit einem Mal erstaunlicher Weise jede Spur von Unruhe fehlt.

Die Essenz der dritten Stufe der Essenziellen Körpertherapie

Wesentlich für die dritte Stufe der Entwicklung der Essenziellen Körpertherapie ist aber vor allem, dass die Schrecken persönlicher Traumatisierung, die tief in die Grundstrukturen der Person reichen, durch ein ekstatisches, alles Verletzende transformierendes tief positives Selbsterleben der eigenen essenziellen Qualitäten aufgehoben werden.

Die Ekstase des essenziell unbegrenzten Selbsts steht damit dem Schrecken der traumatischen Selbsteinschränkung als Gegengewicht auf der Waagschale des eigenen Selbstgefühls gegenüber.

Es war im Lauf der Arbeit ganz folgerichtig, diese Erkenntnis und ihre Anwendung noch weiter zu entwickeln zur

Stufe 4:

in der die Verbindung von Essenz und Trauma einen vertieften Raum der Heilung schafft.

Anstatt einander nur gegenüber zu stehen, verschmelzen essenzielle Qualität und traumatischer Einbruch ins Selbstgefühl zu einem seltsamen neuen Ganzen.
Trauma und essenzielle Qualität berühren einander damit nunmehr in einem gemeinsamen Spannungsfeld, das die ursprüngliche Realität des Klienten teilweise spiegelt und zugleich auch transformiert.

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Okay, es ist wieder ein Nashorn. Diesmal balanciert es aber wirklich elegant zwischen Ihren beiden Polen von Trauma und essenzieller Qualität. Es vermittelt uns dabei eine fast schlafwandlerische Sicherheit. Sie sehen also, diese neue Verbindung  eröffnet Ihnen eine Fülle ungeahnter Möglichkeiten des wieder ganz zu sich selbst zurück Findens.

Danach folgte die

Stufe 5:

in welcher der essenzielle Ansatz eine Brücke zwischen Körpertherapie und spiritueller Heilarbeit bildet.

Die essenzielle Welle, die durch Interventionen der vierten Stufe im Klienten ausgelöst und verankert wurde, wird durch bestimmte weitere Arten der Berührung und des Kontaktes über die gesamte Körperlichkeit des Klienten hinweg ausgedehnt.

Dabei zeigt es sich, dass jeweils eine der fünf Grundqualitäten des Spirits, nämlich

  • Geborgenheit
  • Getragen sein
  • Selbsterkenntnis
  • Loslassen/Heilen
  • und Inspiration

in den Vordergrund tritt und ein Heilfeld entsteht, in dem genau die Verletzung dieser Qualität im Klienten wieder auf ihren ursprünglichen unverletzten Zustand zurückgeführt wird.
Diese Grundqualitäten lassen sich auch der essenziellen Funktion der Extremitäten inklusive Kopf zuordnen.

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Die Essenzielle Körpertherapie stellt eine Brücke zwischen Körpertherapie und spiritueller Heilarbeit dar. Zwar wirkt diese Brücke hier irgendwie noch etwas schmal….

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…doch kaum ist sie heruntergelassen, sieht man sofort mit einem Blick ihre ganze strahlende Mächtigkeit.

Danach schritt die Essenzielle Körpertherapie weiter voran und fand zur

Stufe 6:

welche die Kraft von Symbolen im Rahmen von intensiv intentional gesteuerten essenziellen Interventionen nützt.
Damit wird eine heilsame Wirkung auf konkrete Traumata im Klienten erzielt.

Es handelt sich um körperzentrierte Interventionen mit symbolischer Aussage, die kraftvolle Impulse zur Selbstheilung vermitteln.

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Gerechtigkeit oder Ausgleich des Erlittenen ist ein Thema für ein Symbol, das mit Hilfe der Hände des Therapeuten auf den Körper des Klienten projiziert werden kann. Bei der Arbeit mit Symbolen geht es ebenfalls um die Wiederherstellung der Ganzheit der Essenzebene, von welcher der Mensch durch traumatische Erlebnisse abgeschnitten sein kann. Was uns hier bei diesem äußeren Symbol der Gerechtigkeit gefällt, ist der dunkle Schatten gleich dahinter. Das Erblicken des Schattens macht das ganze Bild sofort kraftvoller.

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Allerdings wird auch die Gerechtigkeit zeitweise ein wenig müde, stützt sich auf ihr Schwert und überlegt, ob es sich jetzt nicht doch vielleicht auszahlen würde, ein kurzes Mittagsschläfchen einzulegen. Dafür gibt es bisher leider noch keinen Symbolschlüssel in unserer Essenziellen Körpertherapie.

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schließlich führt uns zur Freiheit der Flugbewegungen und zur Auffassung der Essenziellen Körpertherapie als einer Kunst therapeutischer Intervention vor allem auch auf einer Metaebene von Körpertherapie.

Das heißt, dass das in den vorher gehenden Stufen der Essenziellen Körpertherapie entwickelte Verständnis für die Tiefe und Dynamik des essenziellen Prozesses jetzt vor allem in die Art und Weise des Herangehens an den Klienten einfließt.

Dabei spielt auch die nicht-duale Ebene der Intervention (siehe auch: Zen oder Leben in Unbegrenztheit, links in der Menüzeile) eine wichtige Rolle bei der Vermittlung und der Erkenntnis essenzieller Impulse im Wechselspiel von Therapeut und Klient.

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Nachdem wir Sie jetzt so oft schon mit balancierenden Nashörnern beglücken durften, wollen wir Ihnen dieses Bild eines ebensolchen Elefanten hier auch nicht vorenthalten. Für die Anwendung der Essenziellen Körpertherapie auf der Metaebene war ja im übrigen ohnehin nicht so leicht ein passendes Foto aufzutreiben. Da kam uns ein Elefant, der zufällig genau zum richtigen Zeitpunkt auf seinem Himmelsseil balancierte, sehr entgegen, also eigentlich genauer gesagt, sehr gelegen. 

Ja, süß ist alle Theorie, doch ohne Praxis geht es nie. 

 

Konkrete Verfahrensweisen der essenziellen Körpertherapie

Wenn ich hier über die verschiedenen Interventionsmöglichkeiten der Essenziellen Körpertherapie berichte, beziehe ich mich bei weitem nicht ausschließlich auf das eher klassische Setting der Körpertherapie, in dem der Klient vielleicht auf der Matte oder einem Tisch liegt und wo wir direkt an seinem Körper arbeiten.

Körpertherapie kann von außen zeitweise wie Gesprächstherapie aussehen, ihre Effizienz ist jedoch meiner Erfahrung nach eine viel größere.

Zum einen, weil das Lesen der Mimik und von Haltungsveränderungen, das Wahrnehmen und Einbeziehen unbewusster Gesten und Bewegungen des Klienten, sowie all die durch die Somatische Resonanz vermittelten Informationen einen ganz anderen Focus auf die mit dem Vegetativen des Klienten übereinstimmenden Faktoren des verbalen Prozesses liefern.

Zum anderen wirkt die Somatische Resonanz auch in Richtung des Klienten, und dadurch ergibt sich ein Wechselspiel zwischen vegetativen und kognitiven und handlungsorientierten Vorgängen (siehe dazu wieder die drei Keimschichten des Embryos oben) im Therapieraum.

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Kommunikativer Austausch, – hier zu erblicken unter eher bärigen Gesellen -, findet in der Essenziellen Körpertherapie beständig statt. Selbst Ruhe und Stille verfügen über ihre eigene markante Sprache.

Die Form der Sitzung kann dabei durchaus die einer Arbeit im Liegen annehmen, oder sie vollzieht sich im gegenüber Sitzen, oder Klient und zeitweise auch Therapeut stehen oder sind in Bewegung miteinander.

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Ungewöhnliche und nicht alltägliche Körperhaltungen sind in der Essenziellen Körpertherapie selbstverständlich jederzeit möglich. Bei dem hier abgebildeten Mann handelt es sich nebenbei trotz anders lautender Gerüchte NICHT um Ken Speyer während einer seiner  ebenfalls oft sehr ungewöhnlichen, charismatischen und nahezu immer ausgesprochen meisterhaften therapeutischen Vorgangsweisen, die ich fast ein Jahrzehnt lang zuerst als sein Schüler und dann als Mitarbeiter im Team der nächsten Ausbildung mitverfolgen und genießen durfte. Nur falls Sie an familiärem Klatsch jetzt gerade zufällig oder vielleicht auch ganz grundsätzlich interessiert sein sollten: Die oben abgebildete Person ist vielmehr, – soweit ich mich jetzt richtig erinnere -, ein guter schottischer Freund eines entfernten irischen Bekannten, der seinerseits angeblich wieder die jüngere Schwester der Tante meiner in zweiter Ehe mitangeheirateten leider schon früh verwitweten und seither recht streitbaren kaukasischen Großcousine sein soll. Soweit zu den unbestreitbaren aber leider ganz trockenen,- dafür aber auch wissenschaftlich leicht überprüfbaren-, Fakten meiner bislang eher streng geheimgehaltenen ganz privaten wahren Lebensgeschichte.

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Zumeist geht es aber in den Sitzungen auch recht entspannt zu….

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…wobei gelegentliche emotionale Ausbrüche trotzdem keine Seltenheit sind. Nebenbei: Wenn Sie hier Tiere sehen, liegt es nicht an einer halluzinatorischen Störung Ihrer Wahrnehmung. Wir mussten aus Gründen der Diskretion einige unserer Klientenbilder durch Tierbilder mit deckungsgleicher Aussage ersetzen.

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Therapeuten brauchen zuweilen auch gutes Sitzfleisch.

Übrigens: Merken Sie etwas? Schon wieder die Katze! Diese Seite leidet unter beständiger unheimlicher Katzenpräsenz, seit meine vier Hauskatzen ganz heimlich begonnen haben, sich ausgerechnet in die Gestaltung der wichtigsten Kapitel einzumischen. Offenbar ist ihnen das mit der Katze im Stethoskop irgendwie zu Kopf gestiegen. 

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Oft heißt es nämlich auch in der Körpertherapie: Sitzen, sitzen, sitzen…

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Das ist insofern nicht ganz so schlimm, als das Sitzen an sich ja etwas durchaus Urmenschliches in sich birgt.

Das Thematische des Prozesses wird jedenfalls dabei nicht durch körperorientierte Interventionen umgangen oder zugedeckt, sondern verstärkt, symbolisiert, und zeitweise ausgedrückt, und dabei jeweils tiefer mit den vegetativen und emotionalen Schichten des Klienten verbunden.

Diese Vorgangsweise trifft schon auf die Integrative Biodynamik, wie sie uns Ken Speyer lehrte, zu.

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Spiel bedeutet für uns gefahrloses Ausdrücken sympathikotoner Impulse. So weit die Erkenntnisse der Traumatherapie. Außerdem regt es die Kreativität an. In der Essenziellen Körpertherapie ist das Spielerische auch Ausdruck der essenziellen Ebene, deren Kennzeichen auch ein erweitertes Gefühl von Freiheit als Teilnehmer im stimmigen Raum eines kosmischen Ganzen ist. Dies ist eine essenzielle Erweiterung der Vorstellung, zur richtigen Zeit am richtigen Platz zu sein. 

Dieses Vorgehen wird in der Essenziellen Körpertherapie durch das Einbringen der dynamischen Essenz noch ausgeweitet.
Dabei stehen als therapeutische Mittel der Wahl jeweils energetische, körperbezogene verbale Arbeit, direkte Arbeit am Körper, psychodramatische ernste und spielerische Elemente der Begegnung, und vor allem auch die Bewusstheit und Intention des Therapeuten zur Verfügung.

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Was aber noch wichtiger ist als richtiges Sitzen ist wirklich stimmiger Kontakt mit sich selbst und dem Klienten – und das noch dazu in der Essenziellen Körpertherapie gleichzeitig auf so vielen verschiedenen Ebenen!

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Da ist es dann wieder richtig erleichternd, manchmal auch einfach NUR GUT ZU SITZEN.

In der Integrativen Biodynamik wird die Intention und Bewusstheit des Therapeuten auf die eigene Präsenz und Essenz und dann direkt auch auf die Präsenz und Essenz des Klienten gerichtet.
Dieser ist dadurch eingeladen, sich seiner eigenen Essenz wieder bewusst zu werden und aus dieser Dimension seines Seins heraus seine Impulse fließen zu lassen.

In der Essenziellen Körpertherapie werden zusätzlich dazu noch der dynamische Fluss der Essenz, die essenziellen Qualitäten, und die Bedeutung der auf essenzieller Ebene liegenden ganzheitlichen Möglichkeiten des Klienten vom Therapeuten in seiner Bewusstheit fokussiert.

Dabei erfolgt gleichzeitig eine intentionale Einladung sowohl an die bewusste Person als auch an die unbewusste Dynamik des Klienten, sich diesen Ebenen seines Seins zu öffnen.

Die Essenzielle Körpertherapie verbindet also die thematische Inhaltsebene des Klienten mit seinem vegetativen und emotionalen libidinösen Fluss zusätzlich auch mit dem embryonalen Strom, der entwicklungsgeschichtlich darunter liegt, und mit dem zeitlosen dynamischen Strom der Essenz.

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Manchmal kommt es mir so vor, als wäre jetzt auch mein Dasein als therapeutischer Tiger schon irgendwie in greifbarere Nähe gerückt.

Einblick und Ausblick ohne letztendlichen Schlussblick

Die Entwicklung der Essenziellen Körpertherapie ist derzeit sicher noch keinesfalls abgeschlossen, falls sie es jemals sein kann.

Es geht uns in unserem Wirken mit den Klienten und auch in unserer eigenen Präsenz letztendlich um die Wiederentdeckung der schlummernden Potentiale des Menschen.
Sie dienen uns als Schlüssel zur Heilung.

Dabei schaffen sie zugleich ein neuen Verständnis unserer Existenz als verkörperter Geist, der unsere Seele durchströmt.

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Dieses Bild ist natürlich nur ein Symbol des kosmischen Bewusstseins des Menschen. Ich finde zwar, es strahlt unverdient prächtig, wenn man den heutigen Stand unserer bewussten Evolution in Betracht zieht. Aber was soll´s, irgend etwas muss uns ja als visionäres Vorbild dienen. 

2. Spezialeffekte

Der ganz natürliche Kunstflug der Essenziellen Körpertherapie. Sowie: Gänzlich ausgefallene Kunststücke

Im Folgenden möchte ich Ihnen hier ein paar Überlegungen der Essenziellen Körpertherapie vorstellen, die sich alle auch zumindest in der Unterrichtspraxis und bei Demonstrationen bewährt haben.
Im Therapieprozess mit meinen KlientInnen wende ich sie explizit und implizit an. Dort vermischen sich aber die verschiedensten Ebenen der Arbeit so miteinander, dass wir meist nicht genau bei einzelnen Stufen oder Vorstellungen der Essenziellen Körpertherapie innehalten.
Es kommt ja im Prozess mit dem Klienten auch gar nicht darauf an, jemals bestimmte Vorstellungen umgesetzt zu haben.
Im Gegenteil: Panta rhei, alles fließt. Wie im Leben so auch in der Therapie.

Auffaltungen

Die Präsenz umfasst bei genauem Hinsehen drei verschiedene Aspekte: Präsenz als Gegenwärtigkeit, Essenz als wesenhafter Urgrund unseres Daseins, und Existenz als in die Welt geworfen Sein und in ihren Bedingungen leben.
Alle drei Aspekte formen unser Körperbewusstsein und sind damit zentrale Ansatzpunkte in der Therapie als Begegnungskunst mit dem bei uns gerade hereinspazierenden frisch verkörperten Klienten.
Frisch, das ist hier in natürlichen Zeitabläufen betrachtet gemeint.

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Also, vielleicht sind Sie, der Klient, gerade einmal  fünfzig Jahre oder so in dieser Existenzform unterwegs. Kurz und lang zugleich, so scheint es. Sie bringen natürlich jede Menge Erfahrungen und Vorstellungen mit. Verglichen mit einer etwas betagteren Eiche beispielsweise sind Sie aber natürlich ein Jüngling.
Auch in ihrer Erinnerung oder besser gesagt, der Erinnerung Ihrer Subpersönlichkeiten, ist kaum allzu viel Zeit vergangen. Ein Teil von Ihnen spielt noch als Fünfjähriger im Hof der Eltern, während ein anderer gerade die Schwierigkeiten des Heranwachsens während der Pubertät durchmacht. Ein dritter hingegen verkörpert die Erfahrungen während Ihrer Stillzeit, ich meine natürlich, der Ihrer Mutter mit Ihnen selbst als Baby. Und so weiter.
In diesem Sinn werden Sie nicht wirklich älter, sonder immerzu nur gleich alt und älter, das heißt, Sie gewinnen immer neue Subpersönlichkeiten und deren Erfahrung hinzu.
Natürlich ist das bei den meisten von uns in einer Gesamtpersönlichkeit mehr oder weniger gut integriert und fällt uns im Alltag somit auch nicht mehr weiter auf.
In der Therapie könnte es aber vielleicht doch von Bedeutung sein.

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Kehren wir aber inzwischen zur Dreiteilung der Präsenz zurück.
Aus dieser ursprünglichen Dreiteilung lassen sich nämlich drei weitere Aspekte entfalten:
Die eigene Präsenz führt, wenn sie innerlich angenommen wird, zu tiefer Lebensfreude.
Das Annehmen der eigenen Existenz führt zu Einfachheit oder Schlichtheit im Dasein.
Die Verbindung mit der Essenz öffnet zugleich unseren Zugang zur Vision.
Vision können Sie in diesem Kontext gern auch sehr trivial verstehen.
Es handelt sich dabei auf jeden Fall um ein Gefühl der Sinnhaftigkeit, das Ihrem Leben eine Art von Richtung vermittelt, die Sie entweder einschlagen wollen oder aus innerlicher Überzeugung heraus, einschlagen müssen.
Die innerliche Überzeugung müssen wir hier allerdings streng von Fanatismus oder auch von einem aus dem Überich Ihrer Erziehung kommenden unreflektiertem Wertesystem oder Pflichtbewusstsein trennen.
Hier an dieser Stelle soll innerliche Überzeugung mit Freiheit und Freiwilligkeit verbunden sein. Diese Freiheit ist natürlich häufig erst mit die Entstehung einer gewissen Bewusstheit über die eigene Person real vorhanden.
Aber hier betrachten wir ja Ihre Potenziale. Setzen wir also diese Freiheit ruhig schon einmal als Möglichkeit der Seele voraus.

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In der Mitte dieses Sechssterns steht der Spirit. Die Essenzenergie des Universums, der Allumfassende Geist. Wie immer Sie das nennen wollen, was Sie selbst bisweilen in Ihrem eigenen höheren Selbst verspüren können. Oder, falls Sie es nicht so deutlich spüren, zumindest für möglich halten sollten. Es könnte ja tatsächlich im Laufe unserer Begegnung noch ihren Weg kreuzen, einfach so, indem es aus ihrem Innersten ganz von alleine hochsteigt.

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Hier kommen wir schon zu einer etwas komplexeren Aufhaltung der Präsenz.
Dem ursprünglichen Dreieck haben wir jetzt jeweils weitere Dreiecke außen hinzugefügt.
Das heißt, wir differenzieren hier Präsenz, Existenz und Essenz noch einmal in jeweils weitere drei plus einen mittleren Aspekt.
Dies führt uns zum Beispiel bei der Essenz zu der Essenz als Raum, zur Essenz als Ebene der essenziellen Qualitäten, die sie auch als eine Art essenzieller archetypischer Eigenschaften betrachten können, und zur embryonalen Essenz, einer Verbindung des embryonalen Bewusstseins- und Libidostroms mit der essenziellen Ebene. In der Mitte liegt dann der sogenannte zentrale Essenzkanal, der die drei hier angeführten Aspekte der Essenz zu einem nicht mehr unterschiedenen Ganzen vereint.
Mit all diesen Aspekten können Sie jetzt in der Körpertherapie arbeiten.
Sie nehmen dazu mit Ihrer Intention den Standpunkt des jeweiligen Aspektes an und bringen damit den Klienten und sein verkörpertes Thema in Kontakt mit dem Essenziellen.
Je nach dem von Ihnen gewählten Aspekt wird das Thema des Klienten von einer jeweils etwas anderen Seite beleuchtet und der Klient mit jeweils anderen in ihm schlummernden Potenziale verbunden.
Wenn Sie dies nicht, wie ich des öfteren, im Rahmen von Ausbildungsveranstaltungen vollziehen, werden Sie als Therapeut in ihrer praktischen Arbeit wahrscheinlich nicht mehr versuchen, die Präsenz tatsächlich während der Sitzung in so genau von einander abgegrenzte Aspekte zu zerlegen.
Das Wissen um die Vielfältigkeit des Seins, die jederzeit mit Ihnen und Ihrem Klienten im Raum ist, verhilft Ihnen aber zu einer größeren Bandbreite an therapeutischen Möglichkeiten und zu einem feineren Verständnis der verschiedenen Gegebenheiten unseres Daseins.
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Wenn Sie jetzt diese vorher aufgefalteten Aspekte der Essenz betrachten, können Sie folgende strukturelle Merkmale entdecken, die Ihnen einen neuen Zugang zur Körperlichkeit des Klienten verschaffen können:
Die Ebene der essenziellen Qualitäten als eine über körperbezogene Interventionen erreichbaren und mit Hilfe einer Verfeinerung und Übung Ihrer therapeutischen Wahrnehmung  gut feststellbares energetisch-spirituelles Level im Klienten.
Den essenziellen Libidostrom, der durch den Körper des Klienten fließt.
Eine essenzielle Resonanz, die Sie mit diesem Strom im Körper des Klienten verbindet, sobald Sie mit Ihrer eigenen essenziellen Ebene in Verbindung sind.
Die Möglichkeit, eine initiatorische Welle oder einen initiatorischen Impuls zu setzen, der eine essenzielle Wellenbewegung im Körper des Klienten auslöst.
Mit all diesen Hilfsmitteln sind Ihre Effizienz und Ihr Verständnis als Körpertherapeut gerade beträchtlich gestiegen.

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Die hier gezeigte Auffaltung der Präsenz ist nur eine von mehreren Möglichkeiten.
Hier sehen Sie eine etwas andere Form der Auffaltung der Präsenz.
Dabei gehen wir über den Sechsstern eine Ebene weit hinaus und sehen dann Therapie, Leben, Mystische Verbindung mit der Lebenskraft, Meditation, Spirituelle Lebensweise und Heilen als Polaritäten eines größeren Sechssterns, der den kleineren in seiner Mitte enthält.

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Das lässt sich sogar noch weiter fortsetzen. Hier sehen Sie die erweiterte Form desselben. Ritual, Erkenntnis, Ekstase, Magisches oder Schamanisches Leben, spirituelle Reinigung und Umsetzung umfassen hier als dritte Ebene des Sechssterns den zweiten.
Bei diesen Überlegungen geht es peripher auch um Körpertherapie, weil es uns die Therapie als einen Weg inmitten einer Ganzheit menschlicher Vorgangsweisen zur Transformation spürbar machen kann.
Die Bewegung von der inneren Ebene nach außen ist naturgemäß eine vom Ego weg in die Möglichkeiten einer Person zur Transzendenz.
Die Zuschreibungen  der einzelnen Stationen sind nicht willkürlich gewählt, sondern ergeben sich aus der Qualität der Auffaltung der Präsenz.
Zum Beispiel steht Therapie zwischen ritueller Haltung und Heilung und setzt sich im Größeren als eine Form der Reinigung fort.
Sie bezieht ihre Kraft aus dem Umgang mit der Präsenz.
Leben bezieht dieselbe Kraft aus dem Umgang mit unserer Existenz, liegt zwischen mystischer Lebendigkeit und Heilen (darüber dürfen Sie jetzt gerne ein wenig nachdenken oder nachspüren….), und setzt sich im Leben des Schamanen oder Magiers fort, der, über den Tellerrand seiner Kultur hinausschauend, sich als Lebewesen mit planetarem Bewusstsein versteht.

Symbolarbeit

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Die Symbolarbeit der Stufe 6 der Essenziellen Körpertherapie.
Für Ihre Anwendung ist Zweierlei nötig:
Zum einen müssen Sie einen klaren und starken Zugang zu intentionalem körperzentrierten Arbeiten besitzen.
Zum anderen sollten Sie die Ebene der essenziellen Qualitäten und der Arbeit mit der Essenz verstehen.
Wenn Sie beides beherrschen, können Sie beispielsweise auf den Körper des Klienten mit Ihrer Hand ein Dreieck und in der Mitte des Dreiecks wiederum einen Kreis „malen“.

Ein kleiner aber durchaus nützlicher Hinweis an dieser Stelle: Bitte bemalen Sie den Klienten nicht wirklich, sonst wird eine ganz andere Art von Sitzung daraus.

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Na sehen Sie! Was hab´ich Ihnen gesagt. Sie hätten wirklich auf mich hören sollen. So landen Sie schlussendlich in der Kunsttherapieszene. Das ist zwar schön, hat etwas für sich,  und ließe sich ganz grundsätzlich auch gut mit der Essenziellen Körpertherapie verbinden, steht aber für unsere jetzige Diskussion ja gar nicht wirklich zur Debatte.

Dann intentionieren Sie einen Eckpunkt als die totale Bejahung durch die potenziell heile Mutter, den zweiten Eckpunkt als den Stolz und die Freude des Vaters über sein Kind (den Klienten), und den dritten Eckpunkt als fördernde Umgebung oder Umwelt, wie sie für den Klienten optimal gewesen wäre.
Halten Sie diese Intervention klar auf der essenziellen Ebene. Es geht jetzt weder um Regression noch um allzu persönliche Empathie oder ein derartiges Feld, das den Klienten dann aus der Ebene des Potenzials und der Essenz direkt zurück in sein  leider real erlebtes Feld der Entbehrungen werfen würde.
Der Kreis in der Mitte des Dreiecks ist der Klient, und Sie vergrössern den Kreis mit Strahlen in alle Richtungen, die sein ungestörtes Wachstum symbolisieren.
Treten Sie innerlich in die Ebene der Essenz und äußerlich etwas vom Klienten zurück, um ihm auf zwei Arten gleichzeitig Raum zu verschaffen.
Fertig.
Lassen Sie sich vom Klienten über seine Erfahrung berichten.
Wenn Sie es wirklich verstanden und aus diesem tiefen Verständnis heraus ausgeführt haben, hat Ihr Klient gerade eine tiefe Seinserfahrung gemacht.

Auf dem Bild finden Sie weitere fünf zentrale Themen, die sich sehr gut für diese Art der Symbolarbeit eignen.

Ich ziehe es oft bei dieser symbolischen Arbeit vor, wenn der Klient erst Stufe 3, 4, und 5 der Essenziellen Körpertherapie am eigenen Leib erfahren hat.
Dann ist er grundsätzlich auch noch einmal offener für die Wirkung der symbolischen Ebene seines essenziellen Daseins.

Zwei kurze Demonstrationen Essenzieller Körpertherapie

die hier beispielhaft jeweils drei andere Ansatzpunkte des essenziellen Arbeitens zeigen.

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An dieser Stelle möchte ich über zwei Demonstrationssitzungen im Rahmen von Ausbildung in Essenzieller Körpertherapie sprechen, die, soweit ich mich erinnere, teilweise auch im Video zu sehen sind.

Bei der ersten ging es zunächst um die Arbeit mit einer schwangeren Frau.
Die Arbeit dauerte vielleicht fünf Minuten und vollzog sich in drei aufeinander abgestimmten Schritten.

1. Schritt: Über eine asymmetrische, das heißt, nicht beide Körperhälften auf dieselbe Weise ansprechende, Körperintervention wird der Libidofluss im Körper angeregt und ein Zustand von vertrauensvoller Offenheit für weitere Interventionen geschaffen.
2. Schritt: Mit einer intentionalen Geste in der Aura der Klientin lässt sich erreichen, dass vermehrt Oxytocin im Körper ausgeschüttet wird. Diese Intervention dauert nur wenige Sekunden, ist aber sehr wirkungsvoll.
3. Schritt: Durch ein Ansprechen der Essenzebene wird die von den ersten beiden Interventionen ausgelöste Welle im Körper auf eine tiefe Weise verankert und eine essenzielle Aufforderung, das Vertrauen in die eigene Körperweisheit zuzulassen, vermittelt.

Diese Sitzung führte bei der schwangeren Frau zu tiefer Entspannung und Zuversicht, auch hinsichtlich des auf sie zukommenden Geburtsvorganges.

Dieselbe Abfolge der Interventionen in einer anderen Sitzung, bei einer Frau, die nicht schwanger war, führte zu einem Wiedererleben des eigenen Embryonalzustandes und einem neuen Gefühl von Vertrauen, von der real damals psychisch sehr belasteten Mutter trotzdem willkommen geheißen zu werden.
Dabei ist es gerade auf der Ebene der essenziellen Qualitäten nicht entscheidend, ob ein verstecktes Potenzial der realen Mutter wieder erinnert oder ein Potenzial des Embryos hinsichtlich dessen, was es sich damals erwartet hätte, in Kraft gesetzt wurde.

Die zweite Sitzung fand mit einem Mann statt, der in seinem Leben tendenziell zu wenig zur Ruhe kommt. Sie dauerte ebenfalls nur wenige Minuten und war wieder in drei aufeinander abgestimmte Schritte unterteilt.

1. Schritt: Die grundlegenden essenziellen Qualitäten des Geistes werden durch eine intentional unterstützte Berührung der Extremitäten und des Kopfes, teils am Körper, teils in der Aura, eingeladen und treten für den Klienten als Raum speziellen Gewahrseins in Erscheinung.
2. Schritt: Die weiter oben geschilderte symbolische Körperarbeit mit dem Thema des grundsätzlich empfangen Seins führt zu tiefer Entspannung beim Klienten. Er wirkt so, als öffnete sich ihm gerade ein Stück Weg zu einem verloren gegangenen Stück seines eigenen Seins.
3. Schritt: Durch ein Zusammenklatschen der Hände, das die Gleichheit und Gleichzeitigkeit von Fülle und Leere in unserem Sein darstellen soll, also auf der nicht-dualen Ebene der Wahrnehmung stattfindet, wird die Sitzung zugleich abgeschlossen und ihre Qualität in eine Art des absoluten Seins übergeführt.

Der Klient wirkt nach der Sitzung so, als wäre ihm etwas Unaussprechliches, aber für sein eigenes Leben zugleich unglaublich Wichtiges, mit einem Mal wieder klar geworden.

Die Beschreibung dieser beiden kurzen Demonstrationssitzungen soll Ihnen eine gewisse Idee von der Breite der Anwendungsmöglichkeit und der direkten Sanftheit oder sanften Direktheit der Essenziellen Körpertherapie vermitteln.

Naturgemäß beschränkt sich bei ganz kurzen demonstrativen Sitzungen der verbale Teil auf wenige zeitlich sehr begrenzte Elemente wie kurzes Hinterfragen des Zustands des Klienten oder kurze Aufforderungen des Therapeuten zu einer Haltungsänderung oder ähnlichem.

In längeren Sitzungen kann sich dieses Verhältnis zwischen den verbalen und den offensichtlich direkt am Körper ansetzenden Interventionen ganz anders gestalten.

Dies ist aber sozusagen dann auch nur die Spitze des Eisbergs.

Denn oft sind gerade nach einer scheinbar nur verbal geführten Sitzung mit dem Klienten dessen Veränderung auf körperlicher Ebene, also Haltung, Tonus im Gewebe, Stimme, vegetative Reaktionen und Abreaktionen, Emotionen, die mimische Muskulatur und vieles andere mehr besonders deutlich in Bewegung geraten.

Es ist unter anderem dieses gemeinsame Feld des ganzheitlichen Ausdrucks einer Person, in dem sich nicht mehr wirklich zwischen „reiner“ Körperarbeit und verbal induzierten Veränderungen am Körper unterscheiden lässt, welches es so spannend macht, Essenzielle Körpertherapie in welcher Form auch immer zu erleben..

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Tatsächlich entwickeln manche KlientInnen direkt nach der Sitzung auch ganz unerwartet ausgesprochen erstaunliche neue Fähigkeiten

 

Trauma reloaded oder Trauma neu erwacht,
diesmal aber mit ganz anderem Ausgang

Dieses Kapitel könnte auch unter dem Titel Weiterentwicklung in der Anwendung der Essenziellen Körpertherapie stehen.
Wenn wir das Dreieck von Präsenz, Existenz und Essenz betrachten, mit dem Sie sich weiter oben ja schon etwas vertraut machen konnten, so können wir uns anschauen, was beispielsweise eine traumatische Konstellation in der Kindheit mit diesem Dreieck macht.

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Hier steht es schwarz auf weiß, und wer es sieht, der glaubt es glatt. Doch ob´s der Seele, die es weiß, hier auch schon Heilung gar verheißt, das steht auf einem andern Blatt. Oft glauben wir, was wir gesehen und glauben selbst, es zu verstehen, doch dass es hilft, das glauben wir dann nicht. Was wär´s das uns die Einsicht schenkte?  Ich sag´, wenn ich es recht betrachte: Das Licht am Horizont erblicken trotz all des Lebens heimlich Tücken. Wer ist es, der bis jetzt schon unseren Schritt bewachte und feinsinnig uns hierher lenkte?

Sieht die (kindliche) Seele keinen Ausweg aus einem schier überwältigenden Labyrinth von Schwierigkeiten, die ihre Selbstbestimmung und ihr Gefühl von grundsätzlicher Integrität bedrohen, und findet sie weiters auch keine unterstützende Begleitung an ihrer Seite vor, so bleibt ihr noch die Zuflucht zu einer grundlegenden Aufspaltung in drei Teile:
Der erste Teil wird weitgehend verdrängt und ist in seinem Kern von tiefster Angst geprägt.

Der zweite Teil versucht die Alltagsfunktionen aufrecht zu erhalten und ist gleichzeitig ebenfalls von der Angst besetzt, der dem ersten Teil innewohnenden Angst ins Auge zu blicken beziehungsweise der dem ersten Teil offenbar innewohnenden Schwäche, die bis zum Zusammenbruch gehen mag.

Der dritte Teil hat sich verdüstert und in die inneren Katakomben der Persönlichkeit zurückgezogen. Er nimmt jetzt mehr oder weniger die Funktion eines Racheengels ein, der das erlittene Unrecht, die erlittene Schmach, das unglaubliche Gefühl von Hilflosigkeit, das vor allem dem ersten Teil, aber indirekt auch dem zweiten Teil, anhaftet, zu rächen und dadurch wieder auszugleichen trachtet.

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Hier sitzen sie, die drei Teile unserer Seele: Not, Zorn und Schrecken. Keine Ahnung, was die überhaupt hier noch zusammenhält. Was macht uns oft erfinderisch? Was sprengt jede Norm? Und wovor in aller Welt müssen wir uns denn beständig verstecken?

Dieser Teil hat etwas durchaus Zombiehaftes an sich. Sie erinnern sich sicher an den Begriff Zombie. Mit ihm wird eine Art wieder lebendig gewordener Leichnam bezeichnet, der jetzt unter dem Kommando eines fremden Willens stehend, seine Untaten verübt, unempfindlich gegen Einflussnahme von Außen, gegen Schmerz, gegen Gefühlsregungen. Der Zombie ist ein Schwellenreiter zwischen zwei entgegengesetzten Zuständen, ein Dasein zwischen lebendiger und toter Existenz führend.

Mit diesem dritten Teil der Seele gehen ebenfalls massive Ängste einher, auch wenn der Zombieaspekt selbst sie nicht spüren mag, sondern am Ehesten noch für das Gefühl der Genugtuung nach vollzogener Rache oder für einen Zustand von Friedlichkeit nach totaler Zerstörung empfänglich ist.

Doch die anderen Teile der Seele spüren die mörderische Wut des Zombieaspekts und fühlen sich dadurch nur noch mehr bedroht. Zwei Gefahren scheinen durch diesen inneren Racheengel zu drohen: Zum einen der Schrecken, selbst zum Monster zu werden, dem Zombieaspekt und seiner Rachebestimmung zu unterliegen.
Zum anderen der Schrecken vor der mörderischen Gewalt und Zerstörungswut, die in diesem dunklen Teil der Seele steckt. Sie könnte sich genauso gut nach innen wenden wie nach außen.

So muss der Zombieaspekt in die dunkelsten Räume des eigenen Selbstempfindens hinabgedrängt werden, wo er ein unheimliches Schattendasein führt, beständig auf der Lauer liegend und auf seine wahre Stunde wartend.

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Besonders schrecklich ist dieser Zombie ja nun wieder wirklich nicht geraten. Sie können sich aber zumindest vorstellen, worum es dabei geht. Nun wollen wir die Darstellung der Essenziellen Körpertherapie ja möglichst jugendfrei gestalten. Außerdem können Sie sich als Angehöriger unserer Zeit und Kultur jederzeit mit soviel Grauen wie sie nur wollen beladen lassen. Aber das kommt dann besser doch nicht von unserer Seite auf Sie zu. Normaler Weise bringt ja auch immer der Klient selbst schon ein gewisses Maß an Schrecken in unsere Arbeit mit. 

Die drei natürlichen Aspekte des Seins: Präsenz, Existenz und Essenz werden durch die eben beschriebene Aufspaltung der seelischen Dynamik verzerrt:

Die eigene Existenz wird als einer beständigen Bedrohung ausgesetzt erlebt. Das Leben scheint oder ist tatsächlich andauernd gefährdet. Sicherheit bietende Bezugspersonen fehlen, was vor allem im Kleinkindalter nur sehr schwer erträglich ist. Es tritt eine tiefe Existenzangst auf, die sich auf dem ozeanischen Grund der Person bewegt und sich bei ihrem Auftauchen im Bereich des gesamten eigenen Selbstgefühls jederzeit manifestieren kann. Dadurch kann sich der betroffene Mensch seiner Selbst nicht mehr sicher sein. Dies führt zu allen möglichen weiteren Formen der Verunsicherung.

Die Präsenz verschleiert sich durch die Angst vor dem Zusammenbruch, dem Ertappt Werden im Zustand völliger Schwäche oder Hilflosigkeit. Der Mensch will sich nicht wieder als absolutes Opfer erleben. Seine Präsenz reduziert er in gewisser Weise auf das zum Überleben Notwendige, statt sie auf das Erleben von Qualität im Dasein zu richten.

Die Essenz ist zwar an sich unzerstörbar und unwandelbar. Ihr Aufleuchten in unserer Seele hängt aber trotzdem von unserem grundlegenden Vertrauen in die Welt und den Spirit ab. Durch das Trauma verdunkelt sie sich, verwandelt ihre essenzielle Qualität der Selbstbehauptung und des Aufrechten beispielsweise in einen Rachefeldzug, der von verzerrter spiritueller Qualität getragen wird und dem deshalb immer noch der ursprünglich in der essenziellen Qualität vorhandene Charakter der Absolutheit innewohnt.
Weil dieser dunkel gewordene Aspekt der Seele nicht als wesenszugehörig erlebt wird, findet in diesem Bereich oft eine Art der Depersonalisierung statt, die den dunklen Aspekt einen zombiehaften  Charakter verleiht.

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Also gut, hier versuchen wir es noch einmal von einer anderen Seite her: Der zornige junge Mann im Bild, der Blitze schleudern will, inmitten einer sich verdunkelnden Landschaft. Das könnte auch ein stimmiges Sinnbild für den inneren Racheengel sein.

Auf der Ebene der fünf Grundqualitäten des Geistes, die uns durch die Welt tragen, sind, wenn das Trauma heftig genug war, um die oben beschriebene Spaltung zu erzeugen, alle fünf grundlegenden Qualitäten betroffen:

Getragensein, Grundvertrauen

Geborgenheit, innere Ruhe

Selbstannahme und Abgrenzung gegen negative Einflüsse von Außen

Loslassen, Verzeihen und Heilen können

Inspiration, Vision und künstlerisch-spirituelle Kreativität.

Die fünf Grundqualitäten sind jedoch, genau wie die Essenz selbst, nicht nur statisch oder als Raum des reinen Seins in uns vorhanden, sondern sie können auch als dynamische Gegebenheiten im körperlich-seelisch-geistigen Raum angesprochen werden.

Darin liegt jetzt auch der Ansatz zur Heilung des oben beschriebenen Dilemmas der Seele.

Die fünf Qualitäten des Geistes können dazu eingeladen werden, sich von den ihnen jeweils zugeordneten vier Extremitäten und dem Kopf in Richtung Körpermitte und Wirbelsäule zu bewegen.

Der Spirit, der sich in unserer obigen Zeichnung genau in der Mitte des Dreiecks von Essenz, Existenz und Präsenz befindet, ist unser immanenter Anteil am Universellen Dasein.

In ihm befindet sich damit auch der Schlüssel zur Wiederherstellung unserer gebrochenen Ganzheit. Das Wissen über die Heilung entspricht auf dieser Ebene einem Wiedergewinnen des ursprünglichen Vertrauens in die fünf oben genannten Grundqualitäten des Geistes. Die Welt bekommt durch das wieder spürbare Auftreten der fünf Grundqualitäten in der Seele ein von Neuem vertrauenswürdiges Gesicht.

Der Spirit kann durch meditative, therapeutisch-essenzielle oder beispielsweise auch durch schamanische Hinwendung an die Ganzheit des Kosmos als Spiegel des eigenen Selbsts in uns wieder verstärkt wahrnehmbar und damit in der ganzen ihm zukommenden Heilpotenz aktiviert werden.

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Den Spirit und seine Heilpotenz können wir natürlich überall finden. Seine Essenz durchzieht die ganze Schöpfung. Nur dass wir sie auch tatsächlich erkennen können, dazu bedarf es einer bestimmten doch leicht an der Ekstase rührenden Gestimmtheit unseres Selbst.

Die fünf Grundqualitäten des Geistes schaffen im Zuge ihres sich dynamisch nach innen zur Wirbelsäule und zugleich in die Körpermitte und -tiefe Wendens ein Feld von Erleichterung und neu aufkommender tiefer Freude am Sein.

Es ist die Qualität der (Selbst)liebe im Zentrum unseres Daseins, die dadurch wieder geweckt wird.

Diesen fünf Grundqualitäten entsprechen ohnehin unsere tiefsten emotionalen Grundbefindlichkeiten:

Freude, Verlangen, Trauer, Wut, Lust.

Freude am Sein. Entspannte Ruhe und Geborgenheit, die Nähe ermöglicht. Erlöste Trauer, die zum inneren Frieden wird. Selbstbewusstsein und die Fähigkeit zur Abgrenzung. Inspiration, die uns die lustvolle Sinnhaftigkeit unseres Daseins zeigt.

Aus der Mitte wieder nach außen und an die Körperoberfläche aufsteigend, geht es in der weiteren dynamischen Bewegung der fünf Grundqualitäten des Geistes in uns nunmehr darum, die drei abgespaltenen Anteile der Seele zu heilen und miteinander neu zu verbinden.

Der dunkle Teil, der innere Zombie, muss zuerst erlöst werden, indem seine schützende Qualität wieder entdeckt und angenommen wird.
Der Teil, der die Todesangst in sich trägt, kommt als Nächster an die Reihe. Seine Verwundung und Verwundbarkeit entspricht unserer inneren Sensibilität und unserer grundlegenden Wachheit für die Bewegung der Welt außerhalb unseres Selbst.
Der dritte Teil, der versucht, den Zusammenbruch zu vermeiden und dem schon geschehenen Trauma immer noch zu entfliehen, wird durch die Heilung der ersten beiden Aspekte entlastet und findet zu einem neuen Gefühl der Selbstsicherheit, weil er sich nunmehr nicht die ganze Zeit über auf dem brüchigem Boden des verletzten Selbsts, der, zumindest in seiner Wahrnehmung, jederzeit unter ihm einstürzen hätte können, bewegen muss.

Das wiedererweckte Trauma wird durch unseren hier beschriebenen speziellen Zugang in der Essenziellen Körpertherapie in der Verbindung der drei einst voneinander getrennten Seelenteile realisiert und zugleich auch auf ganz neue Weise integriert.

Dabei kommen alle der weiter oben beschriebenen sieben Stufen der Essenziellen Körpertherapie zum Einsatz.

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Das könnte irgendwo in Kanada sein, glaube ich. Eine wundervolle Seelenlandschaft mit Berg und See und Wald und Strand, oder vielleicht befinden wir uns auch am Fuß eines Meeres…..in jedem Fall deutet schon der Regenbogen die Befreiung an, die jetzt ganz tief in der Seele Raum greifen kann. 

Was glauben Sie, übrigens, was passiert, wenn das Trauma gänzlich verdrängt wird, die Spaltung der Seele in die drei oben beschriebenen Teile fortbesteht und die Person, die von dieser Spaltung betroffen ist, zufälliger Weise auch noch eine gewisse Tendenz zu psychopathischem Verhalten aufweist? 
Können Sie sich vorstellen, was der innere Zombie im Außen so alles anrichten kann, wenn ihm von den sozialer eingestellten Teilen einer Seele nicht mehr Einhalt geboten wird und der Träger dieser Dynamik noch dazu militärische, politische oder gar diktatorische Macht erlangt hat?

Falls Ihnen das nicht gleich begreiflich sein sollte, können Sie sich die Auswirkungen dieser Verzerrung der Essenz jederzeit ganz leicht zu Gemüte führen: Schauen Sie einfach wieder einmal die täglichen Nachrichten an. Dort finden Sie derzeit immer wieder ein Kaleidoskop des Grauens, wie es sich schrecklicher kaum in der Fantasie erdenken ließe.

Könnte das etwa ein Hinweis darauf sein, dass sich die Erkenntnisse körpertherapeutischer  Selbsterfahrung und anderer ähnlicher Heilverfahren vielleicht doch noch etwas mehr ins Bewusstsein der Menschheit einprägen sollten?

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Wenn früher mal etwas richtig falsch lief, weil sich Irgendjemand gerade wieder einmal in völlig närrischen Unsinn verrannte, und dabei sich selbst und sein jeweiliges Gegenüber völlig falsch einschätzte, konnte das der Betreffende oft gleich am eigenen Leib verspüren und sein Verhalten vielleicht überdenken, es auch bereuen, sowie aus tiefstem Herzen wahre Besserung geloben, und beim nächsten Mal viel freundlichere Akzente in der Begegnung mit seiner natürlichen Umwelt setzen. Kurze Zeit später, in unserer Epoche, drängen die Kräfte der Aggression, oft schamlos gegenüber den natürliche Kräften der Umwelt einen ganz ungebührlichen Platz einnehmend, an die Oberfläche. Manchmal sehnt sich der innere Urmensch in mir dann schon auch ein wenig nach der guten alten Zeit zurück.


Gänzlich ausgefallene Kunststücke

 

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Wenn Sie genau schauen, was sich in diesem Rahmen verbirgt, können Sie sehen, dass die dort vorgesehen Kunststücke tatsächlich gänzlich ausgefallen sind.

Nicht dass wir keine ein wenig ausgefallenen Kunststücke anzubieten hätten.
Aber da ergeht es Ihnen jetzt mit uns wie mit vielen anderen Geheimnisträgern.
Wir lieben nämlich Geheimnisse.

Und wir behalten diese auch gern einmal ganz für uns.

Ja. Leider.

Wenn Sie damit nicht ganz zufrieden sind, können wir Ihnen an dieser Stelle anbieten, direkt von der am weitesten entwickelten Lebensform dieses Planeten zu lernen.
Es handelt sich bei dieser Lebensform um wahre Künstler und Weise, und sie praktizieren eine sehr subtile und ausgesprochen effiziente Art Essenzieller Körpertherapie, – ohne diese jemals mit einem Namen bedacht zu haben -, und das übrigens schon seit Jahrtausenden.

Sie, der Leser, – nicht die gerade erwähnten sehr hochentwickelten Lebewesen -, sollten nur danach so freundlich sein, Ihr internes Navigationsgerät selbst zu aktivieren, wenn Sie wieder hierher zu uns zurück kommen wollen.

Wir dürfen Ihnen zwar die wesentlichen Faktoren, die hier von großer Relevanz  für die  exquisite Arbeitsweise unserer ältesten Lehrer sind, aufgrund eines Vetos derselben, nicht explizit erklären. Sie wollen aus reinster Bescheidenheit und auch aus klugen Überlegungen heraus eher nicht so sehr im Licht der Öffentlichkeit stehen.

Mit ein bisschen Nachdenken und das Unwesentliche vom Wesentlichen scharf Trennen kommen Sie aber ohnehin ganz schnell selbst dahinter. Klicken Sie einfach gleich hier unten:

Okay, hier kommt Ihr einziger in dieser Website versteckte Hinweis auf das Gänzlich Ausgefallene im Universum – direkt von den Meistern selbst – gebrauchen Sie ihn gut!

 

Subtile Facetten der Arbeit mit Körper und Seele

Viele Elemente meiner körpertherapeutischen Arbeit mit Menschen kann ich inzwischen sehr gut darstellen und erklären.

Es gibt aber darunter, darüber, dazwischen und mittendrin einen ganzen großen Bereich von Körpertherapie, den ich zwar schon selbst mit schlafwandlerischer Sicherheit praktizieren, aber Ihnen eben nur gleich danach Schritt für Schritt auch theoretisch erklären kann.

Das Meer des Wissen, Spiegel unserer Träume, der Nebel, der die Wirklichkeit verschleiert. Alles Träume nur oder pur und unverstellt. Sagen Sie mir jetzt sofort: Welch wahre Form hat diese Welt?

Das Meer des Wissens, ein Spiegel unserer Innenräume, der Nebel, der die Wirklichkeit verschleiert, das Licht, das uns sein Lied vom Gleichmaß der Unendlichkeit erzählt. Alles Träume nur oder doch pur und unverstellt. Wer sieht die wahre Eigenheit des Wegs des Geistes in der Welt?

Und einen anderen Teil, der sich einer ganz genauen Erklärung überhaupt entzieht.
Bei jeder Erklärung spaltet dieser Teil sozusagen nur einen Aspekt von jenem Bereich unserer Körperseele ab, der eigentlich im Kern ein ganz und gar mystisches Dasein führt.
Der abgespaltene Aspekt dieses mystischen Ganzen kann dann zwar einen tollen neuen Gesichtspunkt in der Arbeitsweise der Essenziellen Körpertherapie beleuchten und offenlegen. Sein ursprünglicher mystischer Kern, das eigentliche Wissen in seinem Inneren, entfernt sich aber mit einem eleganten Sidestep oder Backstep, aber jedenfalls mit einem weiteren Schritt der Ungreifbarkeit, von uns auf dem nur scheinbar gut fassbaren Weg der Erkenntnis.

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Die Rose ist zwar sichtbar, klar, doch was sie ist, bleibt wunderbar.

Mit anderen Worten, ich kann mit Körper und Seele ganz grundsätzlich viele subtile und sehr wirkungsvolle heilsame Arbeit anstellen, die ich Ihnen ebenso grundsätzlich nie vollständig erklären kann.

Eigentlich ist das auch ganz gut so.

Das eigentliche Verständnis der Essenziellen Körpertherapie reicht eben weiter als ihre mögliche theoretische Offenbarung.

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Was mir gut gefällt: Tiger und Jaguar treffen sich jetzt zuweilen, um gemeinsame Sache zu machen.

 

Einige hilfreiche Einflüsse von Außen

Bei all ihrer beachtlichen und großartigen Flugkunst existiert die Essenzielle Körpertherapie natürlich nicht im luftleeren oder therapiefreien Raum.

Verschiedenste wichtige Anregungen und Anleihen bei verwandten oder ihr anderweitig bekannten Therapiesystemen haben sie erst im Stande gesetzt, ihre eigenen zuweilen schon nahezu akrobatischen Luftkunststücke jetzt so richtig zu entfalten.

Wichtige formende und gestaltende Einflüsse für die Entwicklung und Weiterentwicklung der Essenziellen Körpertherapie, die sich mir im Lauf von dreiundreissig Jahren Selbsterfahrung mit dem Körper zugesellt hatten,  waren  unter anderem, – hier nicht in ihrer korrekten zeitlichen Reihenfolge wiedergegeben:

Verschiedene Arten von Wahrnehmungsschulung,..

Verschiedene Arten von Wahrnehmungsschulung,..

…Körperarbeit, darunter auch sehr subtile,….

…Körperarbeit, darunter auch sehr subtile,….

…und Bewegung übten auf die Entwicklung der Essenziellen Körpertherapie ihren Einfluss aus.

…und Bewegungskunst übten auf die Entwicklung der Essenziellen Körpertherapie ihren sehr bereichernden Einfluss aus.

Neben Ken Speyer, David Boadella, Ebba Boyesen, Gerda Boyesen, Wilhelm Reich und Sigmund Freud, deren zentrale Rolle für die Entwicklung der Essenziellen Körpertherapie schon im ersten Teil von Fliegen ausführlicher beschrieben ist, haben die hier folgenden Lebensströme des Wissens über die Arbeit mit und am Menschen unsere Arbeit unterstützt, geprägt oder beeinflusst:

Orthobionomy nach Arthur Lincoln Pauls.
Daraus vor allem das Verständnis der informativen Selbstreflexion im Körper selbst, die Arbeit mit energetischen Reflexen, die Bedeutung von Information für den Heilprozess.
Posturale Integration, eine Abwandlung des von Ida Rolf entwickelten Rolfings.
Silek Minang, spezieller PMG-Sentak, die Kampfkunst der Minangkabau aus Sumatra, in der ich mich 13 Jahre lang bis zum dritten Meistergrad (Pendekar III) ausbilden lassen konnte.
Breema, eine kurdische Körperarbeit. Sie zeigt, dass der Körper mystisch und unfassbar bleibt, und wie wir uns ihm auf sehr entspannte und wirkungsvolle Weise nähern können.
Kum Nye, tibetisches Yoga, das eine ganz intensive Erfahrung der lustvollen Ausdehnung der Energie im Körper vermittelt.
Feldenkrais-Technik und ihre Philosophie.
Gestalttherapie, mit der sich die Körpertherapie in ihrer Geschichte ja ohnehin immer wieder ein recht fruchtbares Stelldichein gegeben hat.
Craniosacraltherapie.
In letzter Zeit speziell auch die sogenannte
Biodynamische Craniosacraltherapie, – deren Biodynamik-Begriff aber nicht aus derselben Quelle stammt wie der Name Biodynamik, der mit der Körpertherapie Gerda Boyesens verbunden ist. Sie setzt nicht nur ebenfalls eine Trinität von Geist/Spirit, Körper und Seele voraus, sondern identifiziert auch die stille Mitte des Menschen mit dem Wissen seines höheren Selbsts, das gleichzeitig das Wirken des Geistes in uns darstellt.
Sensory Awareness nach Charlotte Selver, einer Schülerin von Elsa Gindler.
Leibtherapie nach Karlfried Graf Dürkheim.
Physical Remedial von James Lamy, seine persönliche Weiterentwicklung von Girotonics.
Traumatherapie, speziell körperorientierte Ansätze, darunter auch die Erkenntnisse von Stephen Porges über die Polyvagaltheorie.
Spirituelle Heilarbeit, die mir wiederum unter anderem half,
meine systemischen Fortbildungen und das darin vermittelte Wissen noch einmal auf eine ganz andere energetische und spirituelle Basis zu stellen.
Natürlich auch meine intensive Beschäftigung mit Trance, Sufismus, Schamanismus, kosmischem Tantra und mit der Kraft des Spirits.

Der Spirit lebt im Einfachen wie im Komplexen….

Der Spirit lebt im Einfachen wie im Komplexen….er singt beständig, laut und leise zur gleichen Zeit und zugleich auch in völliger Zeitlosigkeit…

…im Blühen wie im Vergehen gleichermaßen sein Lied.

…im Blühen wie im Vergehen auf genau gleiche Art sein ekstatisches Lied.

 

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Menschen wissen zumeist ja gar nicht worauf es im Leben zum Schluss wirklich ankommt.